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Chor macht Appetit auf mehr

Kultur Eppendorfer Kirchenchor begeisterte in der Heimat und in Berlin

Eppendorf. 

Wenn sich die Mitglieder des ökumenischen Kirchenchores demnächst zu ihrer ersten Probe im neuen Jahr treffen, wird etwas vom Dezember nachschwingen. Das ist gewiss, denn sowohl die Premiere am 8. Dezember in Eppendorf wie das Weihnachtskonzert der Sächsischen Landesvertretung am 18. Dezember in der Berliner Marienkirche mit Bachs Weihnachtsoratorium waren ein großer Erfolg.

Chorleiter Wolfgang Eger ist kein Mann großer Worte, schon gar nicht in eigener Sache. "Recht gut gelungen" sei das Konzert in der Eppendorfer Kirche, "bestens abgelaufen" das in Berlin. Wolfgang Kalus, der Kultursekretär des Kulturraums Erzgebirge-Mittelsachsen, wird da schon deutlicher: "Es war eine künstlerische Höchstleistung, was das Chorensemble unter Leitung von Kantor Wolfgang Eger bot. Die Eppendorfer haben verdeutlicht, welche hervorragenden Kulturangebote auch in den ländlichen Räumen Sachsen vorhanden sind." Und die Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann, die den Auftritt des Chores in Berlin vor mehr als zwei Jahren einfädelte, meint: "Johann Sebastian Bach hätte seine Freude am Chor, den Solisten und dem Orchester gehabt. Die einstimmige Meinung der Besucher - alle waren voll des Lobes und der Anerkennung. Alle Mitwirkenden haben die Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern mehrfach übertroffen."

Die Chormitglieder selbst sind da mitunter sogar kritischer. Wolfgang Ehrler ist der Meinung, dass aufgrund der Akustik in den Kirchen das Konzert in Eppendorf wohl das bessere war. Der Reifländer, der seit zwei Jahren im Eppendorfer Ensemble singt, verrät, dass längst Ideen für künftige Projekte durch den Chor geistern. "Es ist aber noch nichts spruchreif. Meine Frau Elisabeth wünscht sich Mozarts Requiem." Nun, die alten wie die neuen Fans, die der Chor mit Sicherheit gewonnen hat, sind gespannt.