Christbaumschmuck im Wandel der Zeit

Ausstellung Peter Knierriem zeigt dekorierte Bäume und Weihnachtsschmuck aus mehreren Jahrhunderten

Mittweida. 

Jahr für Jahr holen wir etliche Kartons mit Adventsschmuck aus den verborgensten Winkeln des Dachboden hervor, um damit den Weihnachtsbaum im Wohnzimmer zu dekorieren. An Ideen mangelt es dabei nicht. Doch wie schmückten eigentlich früher die Menschen ihre Weihnachtsbäume? Eine Antwort auf diese Frage gibt es jetzt im Mittweidaer Museum. Geliefert wird sie von dem Kulturhistoriker Peter Knierriem, der bis 17. Februar nächsten Jahres die Besucher in die Geschichte des Christbaumschmuckes entführt. Für die interessante Reise durch die Weihnachtszeit hat Knierriem etliche und zum Teil auch seltene sowie skurrile Stücke aus seiner privaten Sammlung mitgebracht, die heute weit mehr als 300 Exponate zählt. Sie stammen aus dem 19. Jahrhundert und reichen bis in die Gegenwart. "Mit der Ausstellung möchte ich das Brauchtum mit all seinen Auswüchsen reflektieren, allerdings ohne einzelne Exponate näher zu bewerten", erklärt Knierriem, der auch bizarren Baumbehang zeigt. Dazu zählt unter anderem eine "national geschmückte Tanne" aus den Jahren 1914/15, wo Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg recht grimmig als Christbaumkugel in die Runde schaut. "Weihnachten wurde eben zu jeder Zeit gefeiert, auch wenn das christliche Fest und der Krieg in keiner Weise zusammenpassen", betont Knierriem, der schon seit seinen Kindertagen Baumdekorationen sammelt. "Angefangen hatte alles auf einem Flohmarkt, wo ich damals auf verschiedene Christbaumkugeln stieß", blickt Knierriem zurück. Danach hatte er damit begonnen, zur Historie des Weihnachtsschmucks zu recherchieren, mit dem auch mehrere Bäume im Museum verziert sind. Darüber hinaus gibt es auf zehn Infotafeln die Geschichte des Christbaumschmuckes zum Nachlesen.