Claußnitz etwas näher vorgestellt

Wissen Geschichtsträchtiger Ort

Wie viele Orte der hiesigen Region so wurde wohl auch Claußnitz im 12. Jahrhundert auf Geheiß von Graf Dedo von Rochlitz, der das Kloster Zschillen im heutigen Wechselburg gründete, besiedelt. Claußnitz liegt etwa 15 Kilometer nördlich der Stadt Chemnitz zwischen den beiden Mittelzentren Burgstädt und Mittweida. Seit der Kreis- und Gebietsreform von 1994 gehören die Ortsteile Claußnitz, Diethensdorf, Markersdorf und Röllingshain zur Gemeinde Claußnitz. Claußnitz erstreckt sich vom Fluss Chemnitz aus in östlicher Richtung entlang der heutigen Bundesstraße 107, die von Chemnitz nach Rochlitz führt über Markersdorf, Claußnitz und Diethensdorf. Die Straße von Burgstädt nach Mittweida verläuft durch Markersdorf und Claußnitz. In der Gemeinde Claußnitz leben gegenwärtig insgesamt rund 3.000 Einwohner. Die Gemeindefläche umfasst reichlich 2.100 Hektar. Sehenswert in Claußnitz ist insbesondere das Flächennaturdenkmal Anger im Ortszentrum mit Friedenseiche, Sühnekreuz, Kursächsischer Halbmeilensäule Nr. 6 von 1726, Gefallenendenkmal des Ersten Weltkrieges, Grundschulgebäude sowie der um 1200 entstandenen Kirche mit Wehrmauer und Torhaus. Außerdem lohnt sich ein Besuch der Heimatstube Claußnitz im Haus Am Anger 3 gleich neben dem Gotteshaus. Hier ist immer am zweiten Sonntag des Monats von 14 bis 17 Uhr einiges vom ländlichen Leben des 19. und 20. Jahrhunderts sowie über den bekanntesten Claußnitzer Daniel Gottlob Türk (1750 bis 1813) zu erfahren. Er war Universitäts-Musikdirektor. Weitere Informationen zur Heimatstube unter Telefon 037202/2411.