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Corona-News
Westsachsen

Corona aktuell in Mittelsachsen: Inzidenzwert fällt deutlich

Corona Lockerungen und Neuerungen geplant

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Fälle in Mittelsachsen ist am Mittwoch, 9. Juni, auf 24.231 gestiegen. Das sind 23 Fälle mehr im Vergleich zum Vortag. In den Krankenhäusern werden aktuell 33 Covid-Patienten behandelt, davon zehn auf der Intensivstation. Der Inzidenzwert liegt laut RKI in Mittelsachsen heute bei 29,9 und damit deutlich niederiger als in den letzten Tagen.

Weitere Lockerungen wegen geringer Inzidenz

Seit fünf Werktagen hintereinander liegt die Inzidenz im Landkreis unter 50. Damit greifen ab Freitag weitere Lockerungen. Bei den Kontaktbeschränkungen dürfen jetzt auch in geschlossenen Räumen 10 Personen zusammenkommen, wobei Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres unberücksichtigt bleiben. Die Innengastronomie kann mit Kontakterfassung für Besucher geöffnet werden. Sollten dort Personen aus mehreren Hausständen an einem Tisch sitzen, müssen diese einen negativen tagesaktuellen Test nachweisen, bzw. nachweisen dass sie geimpft oder genesen sind. Übernachtungsangebote sind nach vorheriger Terminbuchung und mit Kontakterfassung sowie tagesaktuellem Test zu Beginn des Aufenthalts möglich. Bei Beerdigungen und Eheschließungen sind jetzt bis zu 50 Personen zulässig, wobei die Testpflicht bzw. Nachweis über Genesung oder Impfung unberührt bleibt. Außerdem ist Kontaktsport auf Innensportanlagen mit bis zu 30 Personen mit tagesaktuellem Test bzw. dem Nachweis einer Genesung oder Impfung und mit einer entsprechenden Kontakterfassung zulässig, wobei auch das Anleitungspersonal einen tagesaktuellen Test nachweisen muss. Dies gilt nicht für genesene oder geimpfte Personen. Definition Genesene: Der positive PCR-Test darf nur ein halbes Jahr zurückliegen und muss mindestens 28 Tage her sein.

Bundeswehr verlässt das Gesundheitsamt

Seit Oktober 2020 unterstützt die Bundeswehr das Gesundheitsamt Mittelsachsen. Nun ist das Engagement ausgelaufen und die letzten der rund 50 Soldatinnen und Soldaten werden das Gesundheitsamt per 13.Juni verlassen.

"Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung der Bundeswehr und dass dies in der Form möglich war. Das zeigt auch deutlich, welche nationale Aufgabe Corona ist", so der Landrat. "Ich danke jeder einzelnen Soldatin und jedem einzelnen Soldaten für die geleistete Arbeit im Namen der Kreisverwaltung und der Bürgerinnen und Bürger unseres Kreises herzlich." Er verabschiedete heute gemeinsam mit dem zweiten Beigeordneten Jörg Höllmüller und Vertreter des Gesundheitsamtes die Bundeswehr offiziell.

Die Männer und Frauen haben das Gesundheitsamt vorwiegend bei der telefonischen Nachverfolgung von Kontakten unterstützt. Sie kamen aus der Kaserne in Frankenberg sowie von verschiedenen Bundeswehrstandorten in Bayern und Thüringen. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitsamt bedeutete die Verstärkung durch die Bundeswehr eine deutliche Entlastung bei der Kontaktermittlung und Kontaktpersonen-Betreuung.

Amtsärztin dankt den Soldaten

Amtsärztin Dr. Carina Pilling: "Unser oberstes Ziel ist es, die Infektionszahlen zu verringern. Entscheidend ist dabei auch die schnelle Ermittlung der Kontaktpersonen. Hier leistete die Bundeswehr eine hervorragende Arbeit." Pro Fall müssen teilweise 20 Kontakte und mehr abgearbeitet werden. Für diese Aufgaben sind Freundlichkeit und Fingerspitzengefühl erforderlich. Die Kontakt-Nachverfolger in Uniform durchlaufen daher vor ihrem Einsatz eine Schulung zum Containment-Scout. Auch nach dem Abschied der Bundeswehr sind im Gesundheitsamt weiterhin rund 40 externe Mitarbeiter im Einsatz, die sich mit dem Kontaktpersonen-Management beschäftigen. Die Soldaten halfen aber nicht nur in den Gesundheitsämtern. Sie arbeiten auch im Impfzentrum des Landkreises in Mittweida. Dort packen sie auch weiterhin mit an. Zehn Bundeswehrsoldaten unterstützen den reibungslosen Ablauf im Impfzentrum, helfen den Impflingen bei der Orientierung und beantworten Fragen. René Illig vom DRK Kreisverband Döbeln-Hainichen leitet das Impfzentrum und freut sich über die tatkräftige Unterstützung durch die Bundeswehr. "Die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr und den zivilen Mitarbeitern klappt sehr gut. Alle sind unterdessen ein eingespieltes Team."



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