CSD-Versammlungen in Freiberg: Polizei zieht Bilanz nach Einsatz

Rund 500 Menschen nahmen am Samstag an zwei angezeigten Versammlungen zum Christopher Street Day in Freiberg teil. Die Polizei war mit etwa 180 Einsatzkräften vor Ort – es wurden fünf Straftaten registriert.

Freiberg

Anlässlich zweier angezeigter Versammlungen zum Christopher Street Day (CSD) führte die Polizeidirektion Chemnitz am Samstag (11. Juli 2026) zwischen 13.00 Uhr und 19.00 Uhr einen Polizeieinsatz in Freiberg durch.

Unterstützt wurde sie dabei von der sächsischen Bereitschaftspolizei.

Ablauf der Versammlung und Aufzug durch die Innenstadt

Ab etwa 13.00 Uhr trafen sich erste Teilnehmer am Bahnhofsvorplatz. Kurz nach 14.00 Uhr begann dort eine Kundgebung, anschließend setzte sich ein Aufzug in Bewegung.

Die Route führte über Bahnhofstraße, Poststraße, Schillerstraße, Petersstraße, Obermarkt und Burgstraße bis zum Schloßplatz. Zwischenkundgebungen fanden am Platz der Oktoberopfer sowie am Obermarkt statt.

Zusammenschluss am Schloßplatz und Rückweg zum Bahnhof

Am Schloßplatz schloss sich der Aufzug mit einer zweiten, ebenfalls angezeigten Versammlung zusammen, die gegen 16.00 Uhr begonnen hatte.

Nach der Kundgebung vor Ort setzte sich der Aufzug gegen 18.00 Uhr mit knapp 100 Teilnehmern erneut in Bewegung und führte zurück zum Bahnhofsvorplatz. Dort wurde die Versammlung gegen 18.30 Uhr beendet. In der Spitze verzeichnete die Polizei rund 500 Teilnehmer.

Fünf Straftaten aufgenommen – Ermittlungen laufen

Nach derzeitigem Stand wurden im Zusammenhang mit dem Einsatz fünf Straftaten aufgenommen. Zu Beginn der Versammlung pöbelte ein Passant (39, deutsch) Teilnehmer an. Als Einsatzkräfte ihn ansprachen, um Provokationen zu unterbinden, reagierte er aggressiv, beleidigte die Beamten und leistete Widerstand. Gegen ihn wurden Anzeigen wegen Beleidigung sowie Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte gefertigt.

Eierwurf aus Fenster verletzt Teilnehmer

Beim Passieren der Petersstraße kam es zu einem Eierwurf aus einem Fenster. Ein 25-jähriger Versammlungsteilnehmer wurde getroffen und dabei leicht verletzt. Der Tatverdächtige erschien anschließend am Rande der Versammlung und wurde durch Einsatzkräfte festgesetzt, um seine Identität festzustellen.

Dabei leistete er Widerstand. Gegen den 18-jährigen Syrer wird nun wegen Körperverletzung sowie Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt. Zudem wurde eine weitere Anzeige wegen Beleidigung erstattet.

Polizei mit rund 180 Kräften im Einsatz

Insgesamt waren knapp 180 Einsatzkräfte in die Maßnahmen eingebunden. Die Polizei begleitete die Versammlungen und den Aufzug, um einen störungsarmen Ablauf zu gewährleisten und mögliche Provokationen zu unterbinden.

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