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Sachsen

Döbeln siegt im rassigen Derby

Handball Vor toller Kulisse konnten sich beide Döbelner Teams durchsetzen

Döbeln. 

Döbeln. Am Sonntag war es mal wieder soweit. Für die Mannschaften aus Döbeln und Waldheim stand das erste Derby der Saison an. Sowohl die erste als auch die zweite Vertretung beider Mannschaften trafen jeweils aufeinander.

Döbelns Zweite legte vor

Den Anfang machten die Reserveteams. Beide Teams gingen sichtlich nervös in das Spiel, dennoch erwischten die Gäste aus Waldheim den besseren Start. Auch dank der wesentlich besseren Chancenverwertung konnten sie mit einem bis dahin komfortablem Vier-Tore-Vorsprung und einem Spielstand von 8:12 in die Pause gehen. Und auch nach der Pause deutete zunächst alles auf einen Sieger aus Waldheim hin. Nach 44 Minuten nahm Döbelns Trainer René Busch eine Auszeit und versuchte, seine Mannschaft noch einmal zu erwecken. Was dann folgte, war tatsächlich eine spektakuläre Aufholjagd. Nach einem zwischenzeitlichen 6-Tore-Rückstand gelang der HSG aus Döbeln Tor um Tor, sodass man drei Minuten vor Schluss zum ersten mal in Führung gehen konnte. Diese schenkte die Heimmannschaft auch nicht mehr her und gewann das Duell schließlich mit 25:22.

Verbandsligaduell auf hohem Niveau

Um 17 Uhr stand dann das Topspiel des Tages auf dem Programm. Die ersten Mannschaften aus Döbeln und Waldheim sollten sich in der Stadtsporthalle Döbeln messen. Beide hatten mit jeweils einer Niederlage und einem Sieg 2:2 Punkte auf ihrem Konto, sodass es auch darum ging, welche der beiden Teams den Anschluss an die Tabellenspitze hielt. Döbeln musste dabei auf Rückraumspieler Lucas Greim verzichten, welcher sich beim ersten Saisonspiel eine Bänderverletzung zugezogen hat und langfristig ausfällt.

Vor einer tollen Kulisse mit der schlagkräftigen Unterstützung der Fußballer des Döbelner SC waren beide Team hoch motiviert, das prestigeträchtige Derby zu gewinnen.

Aber auch in dieser Partie waren es die Gäste aus Waldheim, welche besser in das Spiel fanden. Durch eine kompaktere Abwehr konnte Waldheim die Anfangsphase dominieren. Zwischenzeitlich konnten die Gäste mit drei Toren eine scheinbar komfortable Führung ausbauen. Die Heimmannschaft schien wie gehemmt zu agieren und konnte insbesondere ihr Angriffsspiel nicht wirklich entfalten, aber auch in der Abwehr konnte man keinen Zugriff finden. Nach 15 Minuten sammelte Trainer Stefan Preuß das Team um sich und versuchte, den Kopf der Mannschaft frei zu bekommen. Diese Ansprache schien auch zunächst Früchte zu tragen. Die HSG kämpfte sich wieder ran, doch ließ vor der Pause erneut abreißen und ging so mit einem Rückstand von zwei Toren in die Pause.

"Derby hat seine eigenen Gesetze"

Doch auch diesmal schien Preuß seine Mannschaft wieder erreichen zu können. Das Team war nun nicht nur hoch motiviert, sondern endlich auch sowohl im Angriff als auch in der Abwehr sehr konzentriert. Die Angriffe wurde besser ausgespielt, sodass man in der 40. Minute durch ein Tor von Marcel Schumann zum ersten mal mit 18:17 in Führung gehen konnte. Von da an war dieses Match endgültig zum Thriller geworden. Beiden Mannschaften schenkten sich nichts, die Stadtsporthalle bot eine fantastische Kulisse und ließ die Stimmung beben. Noch drei Minuten vor Schluss standen beide Teams bei 27 Toren. Doch wieder waren es die Gastgeber aus Döblen, welche den kühleren Kopf bewahren konnten. Dank eines Laufes von drei Toren hintereinander konnte sich die HSG einen Vorsprung erarbeiten, welche sie nicht mehr hergab. Unter großem Jubel des Publikums konnte man so einen knappen 29:28 Erfolg feiern. Stefan Preuß meinte zum Spiel: "Nach einer schwachen ersten Halbzeit haben wir uns zusammengerauft und auf das Handballspielen konzentriert. Das Derby hat eben seine eigenen Gesetze. Es war ein Stück weit harte Arbeit was die Mannschaft verrichtet hat, dafür hat sie sich mit dem Sieg belohnt. Zum Schluss hat die Mannschaft gewonnen, die mehr von sich überzeugt war.

Verbandsliga West Männer

HSG Neudorf/Döbeln - VfL Waldheim 54 29:28 (13:15)

HSG Neudorf/Döbeln: Runge, Nabor, Eppinger, Claassen (8/1), Blech (1), Eichler (2), Zschoche, Schumann (4), Händler (4/2), Schubert, Teichert (3), Meding (1), Trumpold (2), Sickert (4).

VfL Waldheim 54: Kurth, Gruner (1), Gerschler (4), Krasselt (2/1), Franke, Nguyen (6), Stelle (4), Ilbig (7), Wachsmuth (1), Fritsche (3).

SR: Hammerschmidt (Mittweida)/Pannwitz (Burgstädt). Zu: 240.