Dämmung rein - Heizkosten runter

Wärmeschutz Energetische Sanierungen sollten gut geplant sein

Längst hat es sich herumgesprochen: Besitzer von älteren, ungedämmten Häusern werfen teure Heizenergie buchstäblich zum Fenster und zum Dach hinaus. Eine Wärmedämmung reduziert die Verluste nachhaltig, spart somit Kosten und ist zugleich gut für die Umwelt. Doch wie sieht der individuelle Sanierungsfahrplan aus? Soll man gerade so viel erneuern, wie der Gesetzgeber für Altimmobilien vorschreibt - oder lohnt es sich, mehr als das Mindestmaß zu tun?

Während Neubauten heute bestimmten Energiestandards entsprechen müssen, gelten gesetzliche Auflagen für ältere Häuser erst, wenn Dach, Fassade, Fenster oder Heizung umfassend erneuert werden. "Dabei sollte der Eigentümer angesichts der steigenden Energiepreise nicht danach fragen, was der Gesetzgeber vorschreibt, sondern danach, was sein Gebäude leisten kann", empfiehlt Christian Bruch, Geschäftsführer des Gesamtverbands Dämmstoffindustrie (GDI). Gerade wenn eine Modernisierung ansteht, sei es sinnvoll und kostensparend, die Wärmedämmung im selben Schritt mit anzupacken. "Einmal saniert, bleibt der Wärmeschutz oft bis zu 50 Jahre unverändert. Hier sollte man also nicht am falschen Ende sparen", betont der Experte.

Welcher Dämmstoff sich am besten eignet, sollte ebenso wie der exakte Sanierungsfahrplan individuell festgelegt werden. Faktoren wie der Aufbau der Wände, die Dachkonstruktion und Überstände geben oftmals den Rahmen vor. Details kann der Hauseigentümer im Gespräch mit einem zertifizierten Energieberater klären. Dabei lohnt es sich allemal, so Christian Bruch, über das gesetzliche Minimum hinauszugehen: "Ein Altbau ohne Dachdämmung vergeudet im Vergleich zu heutigen Standards bis zu 9.000 Kilowattstunden Energie oder rund 630 Euro im Jahr."

Neben dieser laufenden Einsparung erhöht eine gute Dämmung zudem den Wert einer Immobilie, nicht zuletzt bei einem Wiederverkauf. Denn beim Besitzerwechsel eines Eigenheims wird ab 2013 der Energieausweis zur Pflicht - eine schlechte Bewertung kann dann den Verkaufspreis beeinträchtigen. Weitere Informationen und einen Überblick über die verschiedenen Fördermöglichkeiten zur energetischen Sanierung gibt es unter www.gutgedaemmtgeldgespart.de im Internet. Praktisch ist auch der Vorteilsrechner auf dieser Website: Der aktuelle Energiebedarf eines Hauses lässt sich damit einfach und schnell bewerten.