Dachdecker: Aufgabenprofil hat sich gewandelt

Berufsbild Dachdecker nehmen nicht nur Ziegel in die Hand

Freiberg. 

Freiberg. Die Frage, wo der Dachdecker tätig wird, dürfte jeder Laie ganz einfach beantworten - natürlich auf den Dächern von Gebäuden. Sicherlich hantieren die Fachleute auch weiterhin mit Schiefer, Schindeln und Ziegeln, um so Dächer wind- und wetterfest zu verschließen und den Bauwerken darüber hinaus ein ansprechendes optisches Aussehen zu verleihen. Doch das Berufsbild dieses Handwerks hat sich gewandelt.

Von der Dachspitze bis zum Keller

"Dachdecker sind gefragte Fachkräfte und kompetente Ansprechpartner - und das vom Keller bis zur Dachspitze. Denn der Dachdecker wird schon im unteren Teil des Gebäudes tätig - dort, wo das Bauwerk gegen Feuchtigkeit und Grundwasser abgedichtet werden muss. Die Arbeiten des Dachdeckers reichen dann über die Wand und Fassade bis hin zur Kirchturmspitze", sagt Claudia Büttner, Pressesprecherin beim Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks mit Sitz in Köln.

Auch Gebäudesanierung unter energetischen Aspekten werde für die Dachdecker immer wichtiger. Claudia Büttner führt in diesem Zusammenhang zum Beispiel den Einbau von Photovoltaikanlagen auf dem Dach oder das Anbringen von Wärmedämmung an den Wänden auf. Auch der Klimaschutz spiele eine zunehmende Rolle. So werde durch das Anlegen von begrünten Dächern die Schadstoffbelastungen in der Luft vermindert und das Wohnklima verbessert. "Durch die Bepflanzung wird auch die Temperatur des Gebäudes reguliert," erklärt die Pressesprecherin weiter.