Dank und Geschenke zum Abschied

Bürgermeister René Straßberger übernimmt den Posten

Bobritzsch-Hilbersdorf. 

Bobritzsch-Hilbersdorf. So ein richtig guter Abschied, der gelingt nicht jedem, schon gar nicht in der Politik, ganz gleich, ob in der großen oder (vermeintlich) kleinen. So mancher geht entweder unfreiwillig oder zu spät. Volker Haupt, 29 Jahre lang Bürgermeister der sich immer wieder um Ortsteile erweiternden Gemeinde Bobritzsch-Hilbersdorf, hat es allen vorgemacht, wie es funktioniert. Mit Ende 50 trat er zur letzten Wahl nicht wieder an und überließ einem Jüngeren freiwillig das Feld. Am Mittwoch dieser Woche war nun sein letzter Arbeitstag, der mit einem großen Fest begangen wurde. Jens Uhlemann übergab dabei im Namen des Gemeinderates einen gläsernen Schwibbogen als Geschenk. Unzählige Dank- und Lobesworte folgten.

"Bleib wie du bist, denn so bist du uns am liebsten."

Im Rentenalter ist Volker Haupt noch lange nicht, geschweige denn, dass er so wirkt. "Dass jemand, der so in Form ist wie Volker in den Ruhestand geht, sollte verboten werden", scherzte denn auch Maciej Gogulla, Bürgermeister der Partnergemeinde Pilchowice in Polen, der wie weit über 200 weitere Gäste nach Niederbobritzsch gekommen war, um den freiwillig aus dem Amt scheidenden Volker Haupt Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit zu zollen. Der Tag war gleich ereignisreich gestartet, denn die Mitarbeiter der Verwaltung bereiteten ihrem Chef einen Abschied mit vielen schönen Momenten. So wurde er am Morgen von einer gelben Postkutsche abgeholt, die ihn und seine Gäste, den sächsischen Umwelt- und Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt sowie den Landtagsabgeordneten Steve Ittershagen, durch den Ort fuhr. Die Feier in der Gaststätte "Goldener Löwe" geriet dann zu einem wahren Festakt, von dem sich der Ruheständler überaus gerührt zeigte. Weggefährten, Freunde und nicht zuletzt die Familie waren gekommen, um ihn in den neuen Lebensabschnitt, der ganz sicher nicht so ruhig werden dürfte, wie mancher annimmt, zu begleiten. Volker Uhlig, Landrat a.D., hielt eine Festrede, in der er die Schwierigkeiten eines Bürgermeisteramtes hervor hob und gleichzeitig die Leistungen Haupts würdigte. "Besonders die zwei Hochwasser hast du hervorragend gemanagt", so Uhlig. "Bleib wie du bist, denn so bist du uns am liebsten." Die Liste der Grußredner war lang, 29 an der Zahl. "Für jedes Dienstjahr einer", konstatierte Volker Uhlig. Nun übernimmt René Straßberger den anspruchsvollen Posten. Er will den beschrittenen Weg konsequent weitergehen.