Das haben Spanier an der TU Freiberg erfahren

Besuch Spanische Gäste beim Pilotprojekt zur Industriekultur

Freiberg. 

Freiberg. Die Freude war Klaus-Dieter Barbknecht, Rektor der TU Bergakademie Freiberg, am Montag anzusehen, als er die zehn Studenten und zwei Professoren der Universidad Camilo José Cela aus Madrid begrüßte. Das lag nicht nur daran, dass man sich in der Stadtwirtschaft zu einem geselligen Abend traf, sondern weil die Spanier Teil eines Projektes sind, welches zum ersten Mal gemeinsam durchgeführt wird. Thema ist die Industriekultur in Sachsen.

"Einen solchen Studiengang gibt es an der Uni in Madrid nicht", sagt Helmuth Albrecht, Professor am Lehrstuhl für Industriearchäologie und Industriekultur. Knapp zwei Wochen lang wird nun gemeinsam mit Bergakademie-Studenten zu diesem Thema gelernt. Die ersten fünf Tage blieb man zunächst in Freiberg. "Dabei wird moderne Stadtentwicklung am Beispiel einer historischen Bausubstanz nachverfolgt", so Albrecht.

Ende September geht es dann nach Madrid

Probleme wie etwa der Bergbau unter der Stadt spielen eine besondere Rolle. Dazu besuchte man nicht nur das Bergarchiv im Schloss Freudenstein, sondern fuhr natürlich auch in das Lehrbergwerk auf der Reichen Zeche ein. "Das ist der erste Teil eines Projektes", kündigt Helmuth Albrecht an. "Ende September fährt eine Abordnung von uns nach Madrid." Dort erhoffe man sich beispielsweise in den modernen Medienlaboratorien neue Erkenntnisse.

Die Kooperation kam zustande, weil Klaus-Dieter Barbknecht Kuratoriumsmitglied der Madrider Universität ist. In der kommenden Woche besuchen die Studenten sowohl Chemnitz als auch Dresden.