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Infotag Universitäten, Hochschulen und Betriebe präsentierten sich in Mittweida

Studienberaterin Katarina Stein (links) im Beratungsgespräch mit Schülerin Jana Kunze. Vor allem im Lehramt ist der Bedarf groß. Foto: Dennis Heldt.

Mittweida. Der Zulauf beim ersten Hochschultag in Mittweida am Dienstagnachmittag war gut, meinte Studienberater Stefan Walter von der Agentur für Arbeit, welche den Informationstag für Abiturienten in der Bürkelhalle organisierte. "Wir haben nach nur einer Stunde bereits 130 interessierte Jugendliche an unsere Infostände bekommen, das ist ein Erfolg", fügte Walter hinzu. Am Ende des Tages waren es fast 300 Besucher.

Bedarf im Lehramt ist besonders hoch

Einer der Schwerpunkte des Infotages war der anhaltende Lehrermangel in Sachsen. Die sächsischen Universitäten in Dresden und Leipzig bewarben dabei in Vorträgen und im Dialog mit Studieninteressierten vor allem das Lehramt als Berufsmöglichkeit: "Der Bedarf an Lehramtsstudenten ist aktuell hoch, allen voran im naturwissenschaftlichen Bereich, aber auch allgemein im Berufs- und Oberschulbereich fehlt der Nachwuchs", erklärte Katarina Stein, Studienberaterin an der TU Dresden. Dabei sei das Interesse für den Beruf Lehrer durchaus vorhanden: "Ich interessiere mich für die Fächer Geografie und Geschichte, da fühle ich mich wohler als in den Naturwissenschaften", sagte Schülerin Jana Kunze.

Schuld am Lehrermangel seien Studienberaterin Stein zufolge mehrere Faktoren: "Die Studenten studieren meist nur das, was sie schon kennen, sprich Gymnasiallehramt. Die anderen Schulformen bleiben oft außen vor." Außerdem würden sich viele technisch Interessierte aufgrund von Verdienstmöglichkeiten eher für ein Ingenieursstudium entscheiden als für Lehramt, so die Studienberaterin.

Studium Soziale Arbeit ist gefragt

Gegen diese Vorbehalte kämpfen die Beratungsstellen der sächsischen Universitäten gerade an. Hoch im Kurs stehen hingegen berufsbegleitende Studiengänge, Medizin und das Studium im öffentlichen Dienst. Ein Heimspiel beim Hochschultag hatte in diesem Jahr die Hochschule Mittweida. Besonders gefragt ist hier derzeit das Studium Soziale Arbeit, berichtete Studienberaterin Maximiliane Nimz. Der Hochschultag der Agentur für Arbeit findet alle zwei Jahre statt, zuletzt war er in Freiberg zu Gast.