Das Thema Bahnhof bewegt die Menschen in Freiberg

Beteiligung Viele Ideen werden eingereicht - Stadt hält an Teilnahme der Bürger fest

Freiberg. 

Freiberg. Die Sanierung und Neugestaltung des großen Freiberger Bahnhofsgebäudes ist und bleibt das Großprojekt der kommenden Jahre. Daran ändern auch die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie nichts. Das stellte Baubürgermeister Holger Reuter noch einmal klar. Vor allem wolle man an der Bürgerbeteiligung festhalten, auch wenn diese momentan etwas ausgebremst wirke, können doch entsprechende Dialogveranstaltungen und Foren derzeit nicht stattfinden.

Doch gebe es ja noch weitere Beteiligungsmöglichkeiten, so Reuter. "Über das Internetportal und im Amtsblatt haben wir um Ideen und Vorschläge gebeten", sagt der Baubürgermeister. "Allein über das Internet kamen 556 Antworten, schriftlich weitere 30." Und dabei sei man erst in der Anfangsphase des Projektes. Als vor Jahren eine ähnliche Befragung zum Obermarkt stattfand waren insgesamt rund 700 Antworten eingegangen. "Man erkennt, wie das Thema Bahnhof die Menschen bewegt", sagt Reuter weiter. Noch bis zum 17. Mai könne man Vorschläge einreichen. Diese werden dann ausgewertet. Außerdem halte man an den geplanten Ideenworkshops fest, doch könne derzeit noch nicht hundertprozentig eine Zeitschiene gegeben werden. Den Workshops soll sich eine Abschlussveranstaltung anschließen. Nach Jahren, in denen sich das Bahnhofsgebäude in privater Hand befand und während derer kaum etwas an ihm gemacht wurde, erwarb die Stadt Freiberg das Haus mitsamt den umliegenden Arealen. Ein Informationsabend zum weiteren Vorgehen und dem Zustand des Bahnhofs hat bereits stattgefunden.

Sichtbarstes Zeichen, dass sich nun doch einiges zum Besseren entwickelt ist die Tatsache, dass seit dem 25. April wieder ein moderner und sauberer Sanitärbereich vorhanden ist. Seit Mitte Februar wurde er saniert. Elektronik und Beleuchtung wurden instand gesetzt, Toiletten einschließlich Behinderten-WC eingebaut sowie ein Wickelbereich geschaffen. Zudem wurden Maler-, Fliesenleger- und Trockenbauarbeiten durchgeführt. Eine Automatiktür mit Zugangskontrollsystem im Eingangsbereich ist installiert worden. Die Gesamtkosten betrugen ca. 45.000 Euro

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