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Debatte um neue Unterkunft

Asyl Standort in der Mittweidaer Burgstraße ist umstritten

Die Verantwortlichen der Stadt Mittweida und des Landkreises Mittelsachsen stellten sich am Mittwochabend in der Bürki-Halle den Fragen und Befürchtungen der Mittweidaer Bürgerschaft in Bezug auf die geplante Asylbewerberunterkunft. Der neue Vorschlag zum Bau eines Containerkomplexes auf dem Gelände der Burgstädter Straße stieß dabei auf Kritik und Widerstand seitens der Anwohner. So verwies man auf die schlechte Infrastruktur auf dem Areal. Der fehlende Fußweg sowie anstehende Baumaßnahmen seien ein erhebliches Verkehrsrisiko. Zudem sei der Platz auf dem Grundstück für die Zahl von 140 Asylbewerbern nicht ausreichend, da das Areal landschaftlich von drei Seiten eingeschlossen sei und es nur einen Fluchtweg gebe. Oberbürgermeister Ralf Schreiber stand Rede und Antwort: "Derzeit befinden wir uns erst im ersten Planungsprozess. Wir wollen aber die Bürgerschaft früh mit ins Boot holen und das Vorhaben transparent gestalten." Vor gut vier Wochen fand bereits ein solcher Bürgerdialog statt. Damals wurde den Mittweidaern das Areal auf den Parkplätzen vor dem Landratsamt als Unterkunft vorgestellt. Die Möglichkeit an der Burgstädter Straße schließe die Option am Landratsamt jedoch nicht aus: "Das Thema ist noch nicht vom Tisch, es geht derzeit darum, mögliche Alternativen zu prüfen", so Schreiber. Bis wann eine Entscheidung fallen muss, ist noch unklar. "Durch die drastisch gestiegenen Asylbewerberzahlen brauchen wir aber schnell eine Lösung", sagte Jörg Höllmüller, Geschäftsbereichsleiter vom Landkreis.



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