Dem Springkraut wird im Team zu Leibe gerückt

Naturschutz Jede Menge Helfer gesucht

Ronald Reuther aus Großwaltersdorf fällt es leicht, von dem wunderschönen Tal mit seinen wechselnden Lichtungen an der Großen Lößnitz zu schwärmen. Der Bach entspringt in Reuthers Heimatdorf und mündet in die Flöha. "Den Bachverlauf in den Auen und Lichtungen gilt es allerdings zu schützen", so Reuther. Keinem Wanderer dürfte es entgangen sein, dass sich in den vergangenen Jahren an den Ufern ein bis zu zweieinhalb Meter hohes lila blühendes Gewächs angesiedelt hat, das Drüsige Springkraut. Das Springkraut gehört zu den invasivsten Pflanzenarten in Europas und verdrängt viele einheimische Pflanzen.

Gemeinsam mit dem Eppendorfer Matthias Vogel, ebenfalls aktives Mitglied des Naturschutzbundes Freiberg, und Jörg Semmrig vom DLV-Landesverband, ruft Ronald Reuther daher zum Schutz der Auen der Großen Lößnitz auf. "Einzelpflanzen können durch die geringen Wurzeln gut entfernt werden, allerdings ist eine Neubesiedlung entlang der Wasserläufe sehr wahrscheinlich. Besonders sinnvoll sind dabei koordinierte Bekämpfungsstrategien, die den gesamten Flusslauf mit einzubeziehen", so Reuther.

Geplant sind zunächst zwei Aktionstage am 6. und 13. Juni, an denen die Initiatoren auf möglichst zahlreiche Helfer hoffen. Treffpunkt jeweils 8 Uhr an der Lehrpfadtafel am Ende der Karl-Liebknecht-Straße in Eppendorf. Anmeldung und weitere Informationen telefonisch unter 0152/33811622.