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Demo gegen Fremdenhass

Kundgebung Die ersten Flüchtlinge treffen im Mai ein

Mehr als 60 Personen haben sich am Montag an einer Kundgebung auf der Rudolf-Breitscheid-Straße in Glauchau beteiligt. Sie reagierten unter dem Motto "Glauchau heißt seine Gäste willkommen. Auf Nazis verzichten wir" auf einen zeitgleichen Aufmarsch der rechten Kräfte vor dem künftigen Asylbewerberheim.

Zu den Initiatoren der Aktion gehörte der Verein "Kulturknall" aus Glauchau. "Die Kundgebung fand in den Mittags- und Nachmittagsstunden statt. Dadurch können wir mit der Resonanz auf jeden Fall zufrieden sein", sagte Moritz Thielicke, Vorsitzender des Vereins "Kulturknall". Am Mikrofon boten etliche bekannte Kommunalpolitiker wie Andreas Salzwedel (Linke) und Gerhard Sonntag (Grüne) mit klaren Aussagen den Nazis die Stirn.

Die Initiatoren machten darauf aufmerksam, dass sie für eine Willkommenskultur für die Flüchtlinge aufbauen wollen. Sie soll nicht auf Fremdenhass und auf Vorurteilen beruhen. "Die Leute, die vor einem Krieg flüchten und Zuflucht suchen, dürfen nicht verhöhnt werden", stellte Moritz Thielicke dar.

Der Kreistag hat zu Beginn des Monats die Entscheidung getroffen, dass ein neues Asylbewerberheim in Glauchau eingerichtet werden soll. In dem Komplex stehen 105 Plätze für Flüchtlinge zur Verfügung. Oberbürgermeister Peter Dresler (parteilos) hat die Bevölkerung mit einer Bürgerversammlung bereits frühzeitig sensibilisiert und informiert. "Die Stadt hat das Thema mit viel Fingerspitzengefühl behandelt. Es war wichtig, dass sie zeitig die öffentliche Diskussion gesucht hat", sagt Thielicke. Die ersten Flüchtlinge sollen wahrscheinlich Anfang Mai in der Unterkunft eintreffen.