Demonstrieren für Veränderungen

Kundgebungen Tausende gehen auf die Straßen

Es ist die Zeit der Demonstrationen, zunehmend auch in Freiberg. Für den gestrigen Freitagabend sind wieder zwei Bewegungen mit unterschiedlichen politischen Hintergründen angekündigt gewesen. Sie waren nicht die ersten in dieser Woche. Am Dienstagabend versammelten sich bereits etwa 1.500 Menschen zu einer Kundgebung vor dem Landratsamt an der Frauensteiner Straße.

Die Alternative für Deutschland hatte dazu aufgerufen, gegen das Asylchaos Flagge zu zeigen und forderte dabei auch deutlich den Rücktritt der Bundeskanzlerin. Unter dem entgegengesetzten Motto "Asyl verstehen - Chancen sehen" hatte sich fast zeitgleich ein Zug von 600 Demonstranten auf den friedlichen Weg durch die Freiberger Nacht gemacht, um mit Kerzen und Argumenten für ein Miteinander und eine gesunde Willkommenskultur zu werben. Dazu aufgerufen hatten die Grünen, die SPD, die Linken und der Verein Freiberger Agenda 21. Mit einem ganz besonderen Licht in der Hand schloss sich auch Joachim Scharfe diesem Zug an. "Das ist eine Wurzel, aus der ich das gebastelt habe", erzählt der Mitarbeiter der Diakonie. "Ich bin hier, weil ich möchte, dass wieder miteinander geredet wird." Es solle nicht noch mehr Unverständnis oder gar Hass zwischen den Menschen entstehen.