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Den Dom virtuell und emotional vermessen

Projekt Studenten erkunden Sakralbau

Freiberg. 

Sie sind schon fast allgegenwärtig, diese kleinen oder großen Codes, auf Plakaten oder an Gemäuern, die man mit Handy oder Tablet einscannt, um mehr über das Programm oder das Haus zu erfahren. Studenten der TU Dresden und der TU Chemnitz waren in der vergangenen Woche in Freiberg, um erste Arbeiten zu leisten, damit irgendwann solche Codes auch im Dom St. Marien zu finden sein werden.

Damit können die Besucher dann eintauchen in die Geschichte des Baus oder architektonische Besonderheiten und Zusammenhänge erfahren. Stefan Bürger, Professor am Institut für Kunst- und Musikwissenschaft der TU Dresden, zeichnet für Idee und Projekt verantwortlich. "Studenten und Lehrende erstellen am Beispiel eines interaktiven Domführers einen Leitfaden für interdisziplinäre Praxislernprojekte", so Bürger. "Wir verstehen das als eine Art Laboratorium, in dem wir zunächst Potenziale und Perspektiven erarbeiten." Dabei sollen besonders Fragen der Architekturqualität geklärt werden. Wie genau am Ende dieser virtuelle Domführer aussehen wird ist noch ebenso unklar wie die Frage, wann er fertig ist. "Wichtig ist für den Anfang, dass sich die Studenten in den wundervollen Sakralbau hinein fühlen", sagt Stefan Bürger. "Das Bauwerk selbst wird damit zur Quelle." Dieser ersten Exkursion in den Freiberger Dom sollen noch weitere folgen.