Den Mond ganz nah betrachten

Beobachtungen Sternwarte Hartha vermittelt astronomische Kenntnisse an Kinder

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Die Besucher der Sternwarte konnten nach dem Vortrag den Himmel durch verschiedene Teleskope beobachten. Foto: Andrea Funke

Hartha. Die vielen leuchtenden Sterne am Abendhimmel, fliegende Sternschnuppen, bei denen man sich etwas wünschen kann und der faszinierende Mond wecken bei vielen Menschen das Interesse, mehr darüber zu erfahren. Das ist kein Problem, denn in Hartha steht die einzige Sternwarte Mittelsachsens.

Am Freitag waren Kinder ab fünf Jahren eingeladen und die lauschten ganz gespannt den Ausführungen von Edward Fischer. Der Gymnasiast ist von klein auf Besucher der Sternwarte und beschäftigt sich mit der Entstehung des Universums. Diesmal stand der Mond im Mittelpunkt. Die Kinder begaben sich mit dem Roboter Twinky auf die Reise zum Mond, lernten unterwegs einen Satelliten und die Sonne kennen.

Kinder durften durch das Teleskop schauen

Jimmy, der mit seinen Großeltern gekommen war, staunte nicht schlecht, als er erfuhr, dass man zwei Jahre mit dem Fahrrad Tag und Nacht fahren müsste um die 380.000 Kilometer zwischen Erde und Mond zurückzulegen. Nach dem Vortrag konnten alle Kinder mit ihren Begleitern die Teleskope der Sternwarte anschauen.

Zum Glück vertrieb der Wind die Wolken ab und zu und man konnte den Halbmond durch das Linsenteleskop gut beobachten. "Ich sehe die vielen kleinen Löcher auf dem Mond", stellte der Fünfjährige begeistert fest. "Wir freuen uns, dass die Kindervorträge an Beliebtheit gewinnen und verzeichnen auch bei den Angeboten für astronomisch interessierte Jugendliche und Erwachsene vermehrten Zuspruch", berichtet Vereinsmitglied Gangolf Frost.

Die Wurzeln der Astronomie in Hartha gehen bis in das Jahr 1951 zurück. 1956 wurde mit dem Bau der vier Meter großen Kuppel begonnen. Der Verein "Sternwarte Hartha" betreibt die Einrichtung.