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Der überirdische König vom Ring

Gala Marquez brilliert zum Sachsenring-Volksfest

Volksfest am Sachsenring! Gekommen waren 211.588 feierbereite Fans aus Deutschland und großen Teilen Europas - die meisten allerdings aus der Region rund um die Kultstätte des deutschen und internationalen Motorsports. Sie alle haben mit den Experten aus den deutschen Nachbarländern darauf angestoßen, wie schön es doch hier im Sächsischen sei und dass der Grand-Prix-Zirkus noch lange zwischen Hohenstein-Ernstthal und Oberlungwitz wachsen möge - von 2017 an weit aufwärts - so der allgemeine Tenor. Da verschwanden auch so nebenbei noch über 40.000 Liter Bier und rund 85.000 Bratwürste rollten über die Grills vom Ankerberg bis auf den Altmarkt der Rennstadt.

Aber dazwischen krönte sich ein König selbst. Marc Marquez der neue und doch schon alte König des Sachsenrings brillierte erneut - und wie. Er ließ seinen Konkurrenten mit dem sechsten Sieg keine Chance, brachte sogar viele aus dem harten Kerns der "Vale-Fraktion", also die Rossi-Spezies dazu, die Fahne mit der Ziffer "46" zu schwenken, als die orange-farbene Repsol-Honda mit der Nummer "93" und 240 PS an ihnen vorüber zog.

Das Rennen der MotoGP-Klasse gehörte ihm - allein zog er seine Kreise und bevor er in die Box bei seinem Team ankam, feierte der 22-jährige mit den Fans, raste auf dem Hinterrad um die Ecken des Sachsenrings, balancierte freistehend auf seinem Arbeitsgerät und grüßte mit der Siegerfaust das ausgelassene Publikum. "Das war ein richtig gutes Wochenende. Ich bin so glücklich", strahlte der Spanier, der erst seinen zweiten Saisonsieg feiern konnte.

Am Anfang des Rennens hatte er es mit der Yamaha seines Landsmannes Jorge Lorenzo zu tun, aber nach dem ersten Drittel sorgte er für den nötigen Abstand zu ihm und Dani Pedrosa. Zwischenzeitlich sorgte Valentino Rossi für Abwechslung, als er dem späteren Sieger mehrmals bedrohlich nahe kam, aber der Katalane legte vier Sekunden zwischen sich und dem Rest der Welt. Für Rossi (3.) war es wichtig, vor Lorenzo ins Ziel zu kommen, damit sein Vorsprung in der Weltmeisterschaft bleibt - 13 Punkte sind es bis jetzt. Und die Fans nahmen es mit Freude hin - ein Quartett hatte für gute Feierlaune gesorgt.



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