Der Drang zum Größeren

Trend Hochwertige Holzkunst wird aufwendig in Szene gesetzt

Als aktueller Trend in der Erzgebirgischen Holzkunst zeichnet sich die aufwendige Inszenierung hochwertiger Produkte ab - gern als repräsentative Einzelstücke. Dabei dürfen die Figuren auch etwas größer sein. Die Kunden sind bereit, dafür - wie auch für andere Erzeugnisse der Erzgebirgischen Volkskunst - mehr Geld auszugeben. Dies zeigt eine Umfrage unter Herstellern und Händlern.

"Besonders bei größeren Stücken greifen die Kunden gerne zu und bezahlen auch anstandslos ein paar Euro mehr", beobachtet Jörg Uhlig von DWU aus Aue, dessen bärtige Waldwichtel jetzt auch in 26 Zentimeter Größe qualmen. Die Firma Blank aus Grünhainichen brachte zum 60. Firmenjubiläum eine auf 300 Stück limitierte Sonderedition der Swarovski-Engel in 20 Zentimetern Höhe auf den Markt. Uwe Blank bestätigt den Trend zur Größe, ebenso wie Gundolf Berger von der Erzgebirgischen Holzkunst Gahlenz. Die Gahlenzer haben fünf Varianten ihres klassischen Räuchermanns in der Größe von 23 Zentimetern neu aufgelegt, als Schäfer, Wanderbursche, König, Förster und Schornsteinfeger. Durch die glänzende Lackierung wirken die Figuren noch hochwertiger.

Passend zum Großfiguren-Trend gibt es auch verschiedene Leerbögen zum Selbstbestücken, "denn die Kunden setzen ihre wertvollen Einzelstücke gern ins richtige Licht", unterstreicht Steffen Lubojanski, Sprecher des Fachhandelsrings Erzgebirgische Volkskunst. "Die Kunden entwickeln zunehmend Sinn für die Wertigkeit der Holzkunstprodukte und wollen diese auch entsprechend präsentieren."