Der große Stollentest

Prüfung Regionale Bäcker stellen sich

Oh, es riecht gut, oh, es riecht fein... Dieses Lied ist aus der Vorweihnachtszeit ebenso wenig fortzudenken wie "Stille Nacht". Denn neben all der Heimlichkeit, dem Geschenke kaufen und der Zubereitung von Glühwein ist der Advent vor allem eine Zeit des Backens. Und noch weit vor Lebkuchen und Plätzchen rangiert der berühmte Stollen auf Platz eins der Beliebtheitsliste. Die meisten jener edlen Backwerke, die in der Adventszeit genüsslich verspeist werden, sind schon deutlich eher fertig. Gelegenheit also, sie schon einmal zu probieren und zu testen, noch bevor die ersten Weihnachts- oder Christmärkte ihre Tore öffnen. Initiiert von der Bäckerinnung Meißen trafen sich am 7. November zahlreiche Bäcker in Siebenlehn. Im dortigen Möbelhaus Mahler hatte man eine freiwillige Stollenverkostung organisiert, durchgeführt vom Institut für die Qualitätssicherung von Backwaren. Auch die Bäckerinnung Freiberg war dabei vertreten. Und die 13 von ihr vorgestellten Stollen wussten zu überzeugen. "Acht erhielten ein 'Sehr gut' und fünf ein 'Gut'", konnte Innungsobermeister René Buschmann verkünden. Hauptamtlicher Prüfer vom Institut ist Michael Isensee. "Wir betrachten zunächst Form und Aussehen", erläutert er. "Ebenfalls Krusteneigenschaften und Oberfläche. Auch die Lockerung, das Krumenbild, Struktur und Elastizität, aber auch Geruch und natürlich Aroma sind wichtig bei der Entscheidung." Die Herkunft war dabei weniger wichtig. Denn längst ist es schon so, dass ein erzgebirgischer Weihnachtsstollen seinem Kollegen aus Dresden inhaltlich und geschmacklich mehr als gewachsen ist. Insgesamt konnte allen Bäckern ein generell gutes Zeugnis ausgestellt werden. Und für die Kunden bedeutet dies, dass sie sich einmal mehr auf diesen herrlichen Genuss zur Adventszeit freuen können.