Der Historie Freibergs verschrieben

Vorgestellt Birgit Landherr zeigt die Stadt

der-historie-freibergs-verschrieben
Birgit Landherr vor ihrem Souvenirgeschäft in der Kirchgasse nahe dem Dom St. Marien. Foto: Wieland Josch

Freiberg. Fragt man Birgit Landherr, wo denn die Wurzeln ihrer Begeisterung für die Historie Freibergs liegen, dann kommt die Antwort schnell. "Das habe ich von meinem Vater", sagt sie. "Der hat uns fünf Kinder immer wieder mitgenommen in Museum oder auf den Petriturm. Das hat uns alle nie losgelassen." Dass Birgit Landherr einmal beim Fremdenverkehrsverein landen würde und in der Kirchgasse ein Souvenirgeschäft betreibt, danach sah es lange Zeit erst einmal nicht aus. Gelernt hat sie Diplombetriebswirt FH und war fast 20 Jahre lang Finanz- und Hauptbuchhalterin im Freiberger Kondensatorenwerk. 1993 baute sie gemeinsam mit anderen die Gesellschaft für Strukturentwicklung und Qualifizierung auf. 1996 dann die persönliche Wende. Mit ihrem Mann erwarb sie ein Haus in der Kirchgasse. "Da stand die Frage, was machen wir mit den Räumen im Erdgeschoss", erinnert sie sich. Sie musste sich entscheiden, eventuell ein Finanzbüro zu eröffnen oder etwas Neues zu wagen. Birgit Landherr wählte das zweite und eröffnete am 2. Januar 1997, vor 20 Jahren also, ihr Souvenirgeschäft. "Ich trat auch gleich in den Fremdenverkehrsverein ein", sagt sie. "Und schon ein Jahr später war ich dort Schatzmeisterin." Mit dem Verkauf von Postkarten oder Büchern allein gibt sie sich nicht zufrieden. 2005 produzierte sie mit "Stadtrundgang Freiberg" ihren ersten Film, dem vier Jahre später ein zweiter folgte. Sehr erfolgreich war 2012 "Vom Silber zum Silizium" anlässlich der 850-Jahr-Feier. 2013 verewigte sie die Bergparade und schuf ein filmisches Dokument zu den Silbermann-Orgeln. Derzeit arbeitet sie an einer DVD zur Glockengießerfamilie Hilliger. Darüber hinaus ist sie auch als Stadtführerin unterwegs, zeigt Interessierten die Schönheiten Freibergs, ganz so, wie es einst schon ihr Vater tat. wj