Der Natur auf der Spur

Exkursion Führung durch das Herrenhaider Schwarzholz

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Interessierte Naturfreunde betrachten im Herrenhaider Schwarzholz einen Baumstamm, der an mehreren Stellen keine Rinde mehr besitzt. Foto: Uwe Schönberner

Herrenhaide/Burgstädt. Auch wenn leicht gefrorener Boden nur spärlich Spuren von Fauna und Flora frei gibt, gibt es in der Natur stets Wissenswertes zu entdecken. So bei der kürzlich durchgeführten Exkursion der des NABU Burgstädt unter dem Motto "Spurensuche" zu erleben. "Wir haben Fraßspuren des Schwarzspechtes, des Eichhörnchens und der Waldmaus gesehen, fanden Federn der Stockente, Losung des Fuchses und des Rehs, Suhlen der Wildschweine, Latrinen des Dachses und auch die Trittsiegel des 'Neubürgers' Waschbär", berichtet Jens Schubert, der gemeinsam mit Fabiola Brucke mehrere interessierte Naturfreunde durch das Schwarzholz in Herrenhaide führte.

Doch das war längst nicht alles: So konnte Pilz-Experte Wolfgang Friese mit einem gefüllten Pilz-Korb ins Waldhaus der Naturschutzstation Herrenhaide zurückkehren. Vor allem Baumpilze, wie Birkenporling, Flacher Lackporling sowie gelbstieliger Muschelseitling gehörten zu seinen Funden.

Wer hat in die Baumrinde gebissen?

Aber auch Schleimpilze auf Altholzstücken entdeckten die Spurensucher bei diesem Gang durch die Natur. Mehrere Greifvögel, Dohlen und Krähen waren während der Exkursion ebenfalls auf dem Schwarzholz-Terrain zu erspähen. Und eine besonders interessante Entdeckung gab es dann auch noch: An einem abgestorbenem Baumstamm fehlten größere Stücke Rinde, die erst relativ frisch entfernt wurden.

"Wahrscheinlich haben Borkenkäfer hier ganze Arbeit geleistet, und den Rest haben Spechte erledigt", vermutet Naturkenner Jens Schubert nach der Faktenlage. Jedenfalls hielt er den "Fund" mit der Kamera fest, um später anhand des Schadbildes den oder die Verursacher genauer ermitteln zu können. Weitere Informationen auch im Internet unter www.burgstaedt.nabu-sachsen.de.