Der Neue in der Mittweidaer Verwaltung

Interview BLICK im Gespräch mit dem Mittweidaer Beigeordneten Holger Müller

Die Große Kreis-und Hochschulstadt Mittweida hat mit Holger Müller einen neuen Beigeordneten. Mit ihm sprach BLICK-Reporter Uwe Schönberner.

Herr Müller, wie wird man Beigeordneter bei der Stadtverwaltung Mittweida?

Die Bewerbung geht ganz klassisch vonstatten. Die Stelle eines Beigeordneten wird stets öffentlich ausgeschrieben. Die Bewerbungen werden dann von der Verwaltung und vom Stadtrat geprüft. Die endgültige Entscheidung trifft in einer Wahl der Stadtrat.

Ich bin gebürtiger Mittweidaer und wohne mit meiner Familie seit einigen Jahren wieder in meinem Heimatort, im Ortsteil Lauenhain. Nach vielen Jahren in Dresden und einigen Jahren in Potsdam und Berlin war es Zeit und eine gute Entscheidung, hier wieder unseren Lebensmittelpunkt zu finden. Es bestand dann auch schnell Interesse mich zu engagieren. Das aus dem Ehrenamt im Ortschaftsrat und im Stadtrat mein Weg nun hauptberuflich ins Rathaus führte, war eigentlich nicht geplant und verblüfft mich selbst immer noch ein wenig.

Wie war Ihr bisheriger beruflicher Werdegang?

Ich bin gelernter Jurist. Nach dem Studium habe ich meine ersten beruflichen Erfahrungen bei der Sächsischen Aufbau- Bank in Dresden gesammelt. Die vergangenen fünf Jahre war ich dann als Rechtsanwalt mit Kanzleisitz in Dresden tätig.

Wie ist Ihr Eindruck von Ihrem neuen Arbeitsumfeld?

Als Beigeordneter und Leiter des Fachbereiches Verwaltung, zu dem auch die Belange der Schulen, Kindergärten und sonstigen sozialen Themen gehören, ist der Aufgabenbereich natürlich vielfältig. Einige Gebiete sind dabei für mich auch völliges "Neuland", wobei ich aber festgestellt habe, dass juristisches Fachwissen überall gefragt ist. In allen neuen Bereichen kann ich auf die Hilfe und Unterstützung eines eingespielten Teams setzen. Das im Rathaus ein gutes und kollegiales Arbeitsumfeld besteht hatte ich aber bereits im Vorfeld meiner Bewerbung erfahren.