Der Riesenstollen von Brand-Erbisdorf

Naschwerk In der Bäckerei Selbmann entsteht das Gebäck nach Geheimrezept

Brand-Erbisdorf. 

Was wäre der Stollenmarkt ohne den Stollen? Blöde Frage, zweifelsohne, und zugegebenermaßen rein rhetorisch, denn ohne Stollen gäb es den Markt in dieser Form einfach nicht. Gut, dass auch in diesem Jahr dafür gesorgt ist, dass das edle Backwerk pünktlich am Samstag um 15 Uhr auf den Marktplatz getragen werden kann. Wie schon in der Vergangenheit kommt der Stollen ganz traditionell aus den Öfen der Bäckerei Selbmann, die, das soll keineswegs unerwähnt bleiben, erst im November von der Zeitschrift "Der Feinschmecker" zu einer der 600 besten Bäckereien in Deutschland gekürt wurde. Bereits zum allerersten Stollenmarkt 1987 hatten die "Selbmänner" das Backwerk geliefert und tun es, nach kleineren Unterbrechungen, mittlerweile wieder regelmäßig. 10,40 Meter wird es diesmal wieder lang sein und damit 20 Zentimeter mehr auf der Messlatte bringen als der Freiberger Stollen, der vergangenen Samstag angeschnitten wurde. "Mehr geht leider nicht", schmunzelt Dirk Selbmann. "Wenn er länger wäre käme ich mit ihm nicht aus der Einfahrt raus." Hergestellt wird er wie immer nach dem geheimen traditionellen Familienrezept und der Verkaufserlös kommt einem guten Zweck zu. "Zum Kindertag im nächsten Jahr sollen die Kinder der tschechischen Partnerstadt Jirkov eingeladen werden, um gemeinsam ein Fest zu feiern", sagt Selbmann. Ganz sicher wird nicht ein Krümelchen übrig bleiben, denn ein Stollen nach Geheimrezept hat auch immer etwas Einmaliges an sich.