Der Sturm wütete auch in Freiberg

Sturmschäden Die Silberstadt kam noch glimpflich davon

Die Stadt hatte Glück, dass die Brocken des Ziergiebels auf dem Rathausdach liegen blieben. Foto: Wieland Josch

Freiberg. Die Bilanz von Freibergs Oberbürgermeister Sven Krüger einen Tag nachdem Sturmtief Friederike über Deutschland gezogen ist, fällt gemischt aus. Auf der einen Seite, und das sei das Wichtigste, habe es keine Personenschäden gegeben. Was sicher auch daran lag, dass die Menschen ausreichend vorgewarnt waren und sich nicht unnötig im Freien aufhielten.

Keine Absturzgefahr

Was weitere Schäden angeht, sei man glimpflich davongekommen. Spektakulär war jedoch der Einsturz des nördlichen Ziergiebels am Rathaus. Hier könne man von Glück sagen, dass die schweren Steinbrocken auf dem Dach liegenblieben und nicht weiter in die Tiefe stürzten. Lediglich eine Kugel sei hinabgerollt und in eine Baustelle gefallen, was aber ohne weitere Auswirkungen blieb. Das Rathaus wurde großzügig abgesichert.

"Auch haben wir fünf Büros mit sechs Mitarbeitern geräumt", so Krüger. "Es sind natürlich starke Schäden an der Dachbalkenkonstruktion zu verzeichnen." Der südliche Ziergiebel ist laut Aussage des Sachverständigen Tobias Neubert stabil und es bestehe keine Gefahr, dass auch er abstürzen könnte. Im März sollten sowieso lange geplante Dachsanierungen beginnen, da die Abdeckung schon seit einer Weile nicht mehr dicht ist. Nun wird in diesem Zusammenhang auch der Ziergiebel wieder errichtet. Dafür sollen die Teile wiederverwendet werden. Insgesamt gab es im Stadtgebiet Freiberg drei umgestürzte Bäume zu verzeichnen.

Lagerhalle nicht mehr nutzbar

Abgetragen wurde auch die Abdeckung des Otto-Brunnens am Obermarkt. Vom Ratskeller-Haus wurden mehrere Ziegel geweht. Im Stadtteil Zug wurde das Hilligersche Vorwerk, welches als Lagerhalle vom Amt für Kultur-Stadt-Marketing genutzt wird, erheblich beschädigt. Hier lagerten Gegenstände, die für den Christmarkt ober beim Bergstadtfest Verwendung finden. Das Gebäude ist nun nicht mehr nutzbar. Das Lagergut kommt übergangsweise im Gerätehaus der ehemaligen Feuerwehr in Halsbach unter.