Der Trend zur Größe

Holzkunst Edle Musikanten zum Jubiläum von Wendt & Kühn

Schwer vorstellbar, das irgendwo in den Stuben im Weihnachtsland erzgebirgische Holzkunst fehlt. In diesem Jahr stehen größere Figuren hoch im Kurs. "Besonders bei größeren Stücken greifen die Kunden gerne zu und bezahlen auch anstandslos ein paar Euro mehr", beobachtet Jörg Uhlig von DWU aus Aue, dessen bärtige Waldwichtel jetzt auch in 26 Zentimetern räuchern und qualmen. Die Firma Blank aus Grünhainichen brachte zum 60. Firmenjubiläum am 1. Oktober 2015 eine limitierte Sonderedition der Swarovski-Engel mit 20 Zentimetern Höhe auf den Markt. Uwe Blank bestätigt den Trend zu großen Einzelfiguren ebenso wie Gundolf Berger von der Erzgebirgischen Holzkunst Gahlenz. Die Gahlenzer haben fünf Varianten ihres klassischen Räuchermanns in der Größe von 23 Zentimetern neu aufgelegt - als Schäfer, Wanderbursche, König, Förster und Schornsteinfeger. Passend zum Großfiguren-Trend gibt es verschiedene Leerbögen zum Selbstbestücken, "denn die Kunden setzen ihre wertvollen Einzelstücke gern ins richtige Licht", unterstreicht Steffen Lubojanski, Sprecher des Fachhandelsrings Erzgebirgische Volkskunst. "Die Kunden entwickeln zunehmend Sinn für die Wertigkeit der Holzkunstprodukte und wollen diese auch entsprechend präsentieren." Zum 100. Geburtstag sind bei Wendt & Kühn die weltberühmten Grünhainichener Engel in einer Sonderedition erschienen. Die Musiker erstrahlen als solitäre Kunstwerke in zeitloser Schönheit. Eine Hommage an Grete Wendt, die vor 100 Jahren eine moderne Designerin ihrer Epoche war.