Der Vergangenheit auf den Fersen

Ehrenamt Geschichtsverein publiziert fleißig

Hohenstein-Ernstthal. 

Seit mittlerweile zehn Jahren wird im Geschichtsverein Hohenstein-Ernstthal Ehrenamt und Hobby verbunden. "Wir wollen die abwechslungsreiche und spannende Geschichte unserer Stadt wissenschaftlich, aber auch allgemein verständlich aufarbeiten", sagt André Neubert. Der 52-jährige Historiker, der Leiter des Karl-May-Hauses ist, fungiert seit der Vereinsgründung im November 2002 als Vereinschef.

Wie vielseitig die Arbeit der Hobbyhistoriker ist, zeigen die Arbeitsgruppen. Der "Batzendorfer Stammtisch" widmet sich der Ernstthaler Geschichte. Auch einen Senioren-Stammtisch und den Kirchen-Stammtisch gibt es. Interessierte aus Oberlungwitz wurden in der Arbeitsgruppe Oberlungwitz aufgenommen. Zudem wird derzeit der Sachsenring-Stammtisch mit Rennsportfreunden im Verein formiert. Bereits neun umfangreiche Broschüren wurden herausgegeben, in denen verschiedene Autoren Werke veröffentlicht haben. "Die Themen reichen von der Stadtgründung über die Kneipengeschichte bis hin zur einstigen Außenstelle des Konzentrationslager Flossenbürg", so Neubert. Zudem gibt es jährlich einen Kalender, in dem unter anderem schon historische Ansichten von Fabrikgebäuden oder Kirchen die Motive waren. Der Geschichtsverein trifft sich jeweils am ersten Dienstag im Monat, 19 Uhr, in der Karl-May-Begegnungsstätte und ist unter www.geschichtsverein-hohenstein-ernstthal.de zu finden.