Deutsche Burgenvereinigung zu Gast

Burgen Landesverbände tagten am Samstag in Mittelsachsen

Die Deutsche Burgenvereinigung traf sich am vergangenen Samstag zu einer außerordentlichen Vorstandssitzung der einzelnen Landesgruppen auf der Burg Kriebstein. Anlass und Ziel der Tagung war es, die Koordinierung und Abstimmung zwischen den einzelnen Landesverbänden zu verbessern. "Wir wollen und müssen die Erhaltung deutscher Burgen und Schlösser stärker an die Öffentlichkeit tragen", erklärte die Präsidentin der Deutschen Burgenvereinigung Barbara Schock-Werner. Man sei sich zwar bewusst, dass es sich um ein Nischeninteresse handele, aber die Vereinigung stehe mit den Landesgruppen dafür ein, dass die Geschichte der Burgen und Schlösser nicht verwahrlost. In diesem Jahr wurde die Gastgeberschaft der jährlichen Zusammenkunft zur Erinnerung an die Wiedervereinigung an Sachsen übergeben. Die Ritterburg ist der Hauptsitz der sächsischen Gruppe, die als erstes der Burgenvereinigung 1990 beitrat. Die Landesgruppe unter Bernd Wippert ist mit der Entwicklung der sächsischen Burgen und Schlösser sehr zufrieden.

Der Besucherstrom in Kriebstein sei seit den Restaurierungsmaßnahmen 2004 nach wie vor ungebrochen. Etwa 15.000 Besucher kamen im Jahr 2015 auf die Ritterburg. "Auch wenn der Fokus in Sachsen auf Dresden und Umgebung liegt, freuen wir uns über die Touristenzahlen auf Kriebstein. Zukünftig heißt es aber, die umliegenden Schlösser, wie beispielsweise das Schloss Rochlitz, ebenfalls noch attraktiver zu machen", so Wippert am Rande der Tagung. Neben der Erhaltung der bestehenden Burgen und Schlösser in Sachsen, organisiert die Landesgruppe immer wieder Exkursionen. Insgesamt zählt sie derzeit 130 Mitglieder. Die Deutsche Burgenvereinigung ist mit dem Hauptsitz auf der Marksburg am Rhein die älteste und größte überregionale Denkmalschutzorganisation in Deutschland. Bereits 1899 gegründet, sind heute 13 Landesgruppen in ihr organisiert.

Aufgrund des Feiertages kann man auch heute Kriebstein besuchen.