Wenn Flügel, Räder und Hämmer wieder laufen: So lief der Deutsche Mühlentag in der Region Freiberg

Traditionell am Pfingstmontag öffnen bundesweit historische Mühlen ihre Türen

Freiberg

Traditionell am Pfingstmontag öffnen bundesweit rund 650 historische Mühlen ihre Türen. Die Deutsche Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung und ihre Landes und Regionalverbände laden dann zum Deutschen Mühlentag ein.

Wind- und Wassermühlen, Dampf- und Motormühlen setzen ihre Technik in Bewegung, lassen Flügel und Wasserräder drehen und geben Einblicke in ein wertvolles Kulturgut. Führungen, kleine Feste, Musik und kulinarische Angebote machen diesen Tag seit mehr als 30 Jahren zu einem besonderen Erlebnis für die ganze Familie.

Wegefarther Mühle

Schon am Vormittag zeigte sich, wie beliebt der Mühlentag auch in der Region Freiberg ist. An der Wegefarther Mühle herrschte reges Treiben, vor allem vor der Bäckerei bildete sich schnell eine lange Schlange.

Kein Wunder, denn der frisch gebackene Kuchen gehört für viele Besucher längst zu den besonderen Genüssen dieses Tages. Neben den kulinarischen Angeboten gab es viel Wissenswertes über die Geschichte der Mühle, ihre Technik und das alte Müllerhandwerk zu erfahren.

Hofmanufaktur vom Huttenberg

Auch die Hofmanufaktur vom Huttenberg am Ziegeleiweg war sehr gut besucht. Die Ölmühle zog zahlreiche Gäste an, die sich für handwerkliche Herstellung und biologische Produkte interessierten.

Weitere Anbieter präsentierten ihre Erzeugnisse und sorgten für eine lebendige Atmosphäre.

Freibergsdorfer Hammer

Am Freibergsdorfer Hammer wurde der Besuch besonders für Kinder zum Erlebnis. Sie durften selbst schmieden und konnten dabei spüren, wie schwer und zugleich faszinierend dieses alte Handwerk ist.

Führungen vermittelten spannende Einblicke, dazu gab es Knüppelbrot und viele Gelegenheiten zum Staunen.

Brettmühle Mulda

In der Brettmühle Mulda beeindruckte vor allem die große historische Presssäge, die tatsächlich in Betrieb war.

Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, die Technik aus nächster Nähe zu erleben. Ergänzt wurde das Angebot durch ein kleines Museum, das zeigte, wie Menschen früher lebten und welche Maschinen für den Betrieb einer solchen Mühle notwendig waren.

Eisenhammer Dorfchemnitz

Zum Abschluss führte die Rundfahrt zum Eisenhammer Dorfchemnitz. Dort konnten die Gäste den alten Eisenhammer in Aktion erleben. Mehrere Ausstellungen, fachkundige Erläuterungen und eine hervorragende Organisation rundeten den Besuch ab.

Überall waren Parkplätze knapp, doch die Begeisterung war groß. Alle Mühlen boten Speisen und Getränke in schöner Vielfalt, sodass niemand den heimischen Pfingstmontagsbraten vermisste.

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