Die alten Recken halten zusammen

Fußball Ex-Kicker treffen sich einmal im Monat

Glauchau. 

Das musikalische Talent haben sie auch im hohen Alter behalten: Wenn sich die einstigen Fußball-Recken der BSG Chemie Glauchau treffen, dann packt Ex-Torhüter Werner Krause sein Schifferklavier aus und seine früheren Teamkollegen stimmen die Stimmungslieder an - ähnlich wie vor rund einem halben Jahrhundert. Der Stamm der Truppe erlebte die erfolgreichsten Zeiten der Fußballgeschichte in Glauchau mit. Sie schafften in der Saison 1952/53 den Aufstieg in die 2. DDR-Liga. In den entscheidenden Partien wurde der Namensvetter aus Schönebeck bezwungen. Bis 1959 spielte das Team damals in der zweithöchsten Spielklasse des Landes und lockte tausende Zuschauer in den Sportpark.

"Wir halten immer noch zusammen", sagt Werner Nagel. Der 83-Jährige übernimmt bei den Senioren die Rolle des Kassen- und Mannschaftswartes. Jeden zweiten Dienstag im Monat treffen sie sich im Seniorenclub am Hugo-Preuß-Platz in Glauchau. Dann wird ein Bierchen getrunken, über alte Zeiten geplaudert und natürlich Musik gemacht. Zum festen Stamm der Runde gehören 18 Männer. Die weiteste Anreise haben dabei Willy Holzmüller aus Chemnitz und Fritz Schattauer aus Gera. "Die Treffen gibt es jeden Monat. Schon seit 1981", erzählt Werner Nagel, der sich früher auf dem Spielfeld als Allrounder gab. Die Runde kam damals anlässlich des 75. Geburtstags des früheren Mannschaftsleiters Fritz Burkhardt zusammen. Die Treffen fanden in der Folgezeit im Eispalast statt (1981 bis 2004). Nach der Schließung folgte der Umzug in das Fritz-Reuter-Eck (2004 bis 2011). Danach entschied sich der Stammtisch für ein Kurz-Intermezzo ins Deutsche Haus. Mittlerweile nutzen die Kicker-Oldies den Seniorenclub als Treffpunkt.