Die Biber sind auch hier wieder zurück

Natur Die Bestände des größten Nagetiers Europas nehmen in der Region weiter zu

Mittelsachsen. 

Mittelsachsen. Um das größte Nagetier Europas - den Biber - in der hiesigen Region beobachten zu können, bedarf es schon etwas Glück: Biber sind nämlich nachtaktive Tiere. Lediglich die Spuren seines Tuns - das Fällen von Bäumen mit seinen gekrümmten, starken Nagezähnen - sind tagsüber anhand von kegelförmigen Baumstümpfen zunehmend zu beobachten. "Der Biber ist ein Gewinner der immer milderen Winter", weiß Steffen Köhler, der sich seit 2013 als ehrenamtlicher Naturschutzhelfer um den Biberbestand zwischen Göhren und Penig kümmert. Der Eingang zum Biber-Bau liegt nämlich immer im Wasser, und wenn das Nass gefroren ist, haben die Biber ein Problem.

Biber-Bestand wächst kontinuirlich

Galt der Nager noch Mitte der 1960er Jahre in Europa bis auf etwa 200 Exemplare an der Elbe als ausgestorben, gibt es momentan nach Schätzungen allein in Deutschland wieder mehr als 35.000 Biber - Tendenz steigend. Auch in Mittelsachsen wächst sein Bestand, der bei geschätzt 300 Tieren liegt, kontinuierlich. Bei Biber-Fragen oder -Problemen bitte an die untere Naturschutzbehörde Mittelsachsen wenden - unter Telefon 03731/799-4144.