Die Bürgermeister-Wahl ist getroffen

Entscheidung René Straßberger gewinnt in Bobritzsch-Hilbersdorf

die-buergermeister-wahl-ist-getroffen
René Straßberger konnte sich im ersten Wahlgang gegen seine Mitbewerber Jens Merkel und Jens Uhlemann durchsetzen. Foto: Wieland Josch

Bobritzsch-Hilbersdorf. Selbst der Sieger zeigte sich am Ende überrascht. Bereits im ersten Wahlgang wurde die Bürgermeisterwahl in Bobritzsch-Hilbersdorf am vergangenen Sonntag entschieden und das Votum der Einwohner, die ihre Stimme abgegeben hatten war eindeutig. René Straßberger, Kandidat der CDU, konnte 62,4 Prozent für sich verbuchen, was einen zweiten Wahlgang 14 Tage später unnötig macht. Die Prozentzahl bedeutet insgesamt 1.935 Stimmen.

Mit mehr als 40 Prozent Rückstand folgt Jens Uhlemann, der zwar als Einzelbewerber ins Rennen ging, jedoch Unterstützung durch die AfD erfuhr. 22,3 Prozent oder 692 Stimmen waren am Ende sein Ergebnis. Einen Achtungserfolg konnte Jens Merkel von den Freien Wählern für sich verbuchen. Bedenkt man, dass der Feuerwehrbeamte aus Niederbobritzsch zuvor nur den wenigsten bekannt war, nehmen sich die 15,3 Prozent, was 476 Stimmen entspricht, durchaus respektabel aus.

Die ersten hundert Tage sollen dem Kennenlernen der Einrichtungen dienen

Wirklich große Unterschiede in ihren Wahlprogrammen waren für die Wähler letztlich nicht auszumachen. Lediglich in der Akzentuierung zeigten sich Differenzen. René Straßberger, der nun ab Mai für die kommenden sieben Jahre die Geschicke der Gemeinde lenken wird, hatte sich vor allem durch seine überlegte Herangehensweise ausgezeichnet, welche nicht auf irgendwelchen Aktionismus setzte.

"In den ersten hundert Tagen will ich zunächst mal jede Einrichtung der Gemeinde besuchen", hatte der 37-jährige Familienvater angekündigt. "Denn man kann nur etwas leiten, was man auch genau kennt." Die Einwohner von Bobritzsch-Hilbersdorf wählten mit ihm jemanden, der Kontinuität auf längere Zeit verspricht.