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Die Dimension der Ansiedlung

Historie Gemeinde Niederfrohna blickt auf fast 780 Jahre Geschichte zurück

Zum 777. Jahrestag der urkundlichen Ersterwähnung von "Frohne" pflanzten im Herbst Mitglieder des Heimatvereins mithilfe der Kita-Steppkes in guter Tradition wieder einen Baum. Nicht nur zu diesem Anlass lassen die Einwohner gern Anekdoten aus den zurückliegenden Jahrhunderten aufleben - auch beim großen Festumzug zum 775. Jubiläum konnte man in aufwändigen Schaubildern sehen, was einst so geschah: "Mit Heinrich von Frohna wurde seinerzeit der Herr über alle Siedlungspunkte im Frohntal erwähnt", gab Andreas Eichler bekannt. "Es war aber eine bereits existierende Gemeinde, die in dem amtlichen Dokument erwähnt wurde - wir können also davon ausgehen, dass seit mehr als 777 Jahren Menschen am Frohnbach lebten, arbeiteten und wohnten." Der Vorsitzende des Heimatvereins gibt zu bedenken, dass die Burg Rochlitz im Jahre 995 ersterwähnt wurde, und dass Kaiser Otto 968 das Bistum Merseburg stiftetet, zu dem auch die Gemeinde gehörte - wahrscheinlich kann man sogar nur erahnen, welche historische Dimension die Ansiedlung am Frohnbach hatte: "Vor den deutschen Siedlern lebten mit Sicherheit böhmische Bauern hier, sonst wären die ankommenden Mönche und Ritter verhungert."