Die Erde auf der Schultafel

Umwelt Klimaexpedition in der Pestalozzi-Mittelschule

Vom Weltall ins Klassenzimmer ging es jetzt für die Zehntklässler der Pestalozzi-Mittelschule. In einer Klimaexpedition konnten die Jungen und Mädchen den blauen Planeten, die Wolken, die gerade über ihn zogen und seine Entwicklung erforschen. Das alles fand unter fachkundiger Leitung vom Bochumer Umweltpädagoge Michael Geisler statt. "Ich will die Jugendlichen mit diesen Unterrichtsstunden animieren, sich bewusst über das Klima und dessen Auswirkungen zu werden", sagte er.

Geisler arbeitet seit sechs Jahren an diesem deutschlandweiten Projekt der Geoscopia Umweltbildung in Kooperation mit Germanwatch. Die Pestalozzi-Mittelschule hatte für das Vorhaben an einer Verlosung teilgenommen. "Der Freistaat verloste die Klimaexpedition und wir gehören zu den 20 Schulen, die das tolle Projekt gewonnen haben", erzählt Geografielehrerin Ulrike Dannenberg. Beworben hatten sich über 60 Bildungseinrichtungen aus Sachsen.

Die Limbacher Schüler bekamen den blauen Planeten gestern direkt auf die Tafel: Mittels Satellit, den Michael Geisler im Klassenzimmer aufgestellt hatte, konnten die Jugendlichen die Erde von oben betrachten.

Behandelt wurden unter anderem die Themen Meeresspiegelanstieg, die Bedrohung der Urwälder, Ernährung und der Aspekt Erdöl. "Im Jahr werden 116 Millionen Tonnen Soja von Südamerika nach Europa transportiert, damit wir hier einen Burger für einen Euro essen können", sagte Michael Geisler den Zehntklässlern, die gespannt zuhörten. "Der Vortrag hat mich nachdenklich gemacht", resümierte Luise Ahnert. Die 16-Jährige sei vor allem erschrocken darüber gewesen, wie viel Erdöl nötig ist, um Plastiktüten herzustellen. "Ich will in Zukunft bewusster einkaufen. Ich brauche nicht immer eine Plastiktüte, die ich dann zuhause sowieso gleich wieder wegwerfe", sagte die Schülerin.