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Die Erfahrungen der Alten

Dorfleben Traditionelle Handwerkstechniken und Neues aus der Holzkunst

Zwischen der Scheune und dem Boden unterm Dach des Dorfmuseums in Gahlenz herrschte am Sonntag für einige Stunden wieder buntes Treiben. Am Ende konnten sich Museumsleiterin Beate Mühl und der Vorsitzende des Heimatvereins, Torsten Lange, über 450 Besucher aus nah und fern freuen, die mehr über die Winterarbeiten erfahren wollten, die früher auf dem Land zu erledigen waren. Weit über ein Dutzend solcher Tätigkeiten vom Schmieden übers Dreschen auf unterschiedliche Art bis zum Federnschleißen demonstrierten Vereinsmitglieder und weitere Akteure. "Wir können wirklich sehr glücklich sein, dass wir solche aktive Vereinsmitglieder haben", stellte Beate Mühl fest. Zu ihnen gehören beispielsweise Siegfried Richter und Herbert Rülke, der nun schon 87 Lenze zählt und noch immer den Besuchern nicht nur das Korbflechten zeigt, sondern zu vielen Problemen Rede und Antwort steht und nicht zuletzt seine vielfältigen Erfahrungen an Jüngere weitergibt. Von denen hört man dann, wenn man etwas genau wissen will, nicht selten: "Frag doch mal den Herbert." Viele hundert Besucher zog es am Wochenende auch in die Firma Erzgebirgische Holzkunst Gahlenz, wo eine stattliche Phalanx an Osterhasen aufmarschiert war. Aber auch eine Neuheit war zu entdecken. "Wir haben in diesem Jahr eine Kollektion von Katzen in vier verschiedenen Farben ins Sortiment genommen", verriet Geschäftsführer Jochen Schumann. Und die könnten ganz schnell zum Renner vor allem bei jüngeren Sammlern werden.