Die Jugend erhält in Burgstädt Mitspracherecht

Politik Im Januar soll ein Jugendstadtrat gegründet werden

Burgstädt. 

Burgstädt. Ganz nach dem Motto "Mehr Verantwortung für die Jugend" soll in Burgstädt im Januar 2020 ein Jugendstadtrat gegründet werden. Dafür laufen in diesem Monat die Vorbereitungen und es gibt Bewerbungen. Mit diesem Jugendstadtrat soll der politische Einfluss der jungen Generation auf Beschlüsse zur Zukunft der Stadt größer werden. Schließlich sind die Jugendlichen von heute die Entscheider von Morgen. "Die Mitglieder des Jugendstadtrates werden nicht nur die Möglichkeit haben über eigene Projekte im Rahmen eines jährlichen Etats von 5.000 Euro zu beschließen, sondern ihre Belange auch unmittelbar in die Entscheidungen des Stadtrates einfließen zu lassen", sagte Burgstädts Bürgermeister Lars Naumann zur Thematik.

Damit gehört Burgstädt zu einer der ersten Städte des Landkreises Mittelsachsen, die der jungen Generation auf diese Art und Weise bei kommunalpolitischen Themen Mitspracherecht einräumt. "Bereits in den vergangenen Monaten gab es dafür intensive Vorbereitungen und ich freue mich, Ihnen heute mitteilen zu können, dass es nun dank der Unterstützung durch den Kreisjugendring Mittelsachsen, der uns in den kommenden beiden Jahren begleiten wird, losgehen kann", sagte Naumann in der jüngsten Sitzung des Stadtrates. Vor dem Behandeln jugendrelevanter Themen soll künftig der Jugendstadtrat im Stadtrat angehört werden. In diesem Monat können Jugendliche für den Jugendstadtrat kandidieren. Zur Wahl stellen können sich Schülerinnen und Schüler mit Wohnsitz in Burgstädt ab der Klassenstufe acht bis Ende der Schulzeit, jedoch maximal bis einem Alter von 21 Jahren.

Die Wahl wird in enger Zusammenarbeit mit den Schulen im Januar 2020 durchgeführt. Die Amtszeit der Mitglieder im Jugendstadtrat wird zwei Jahre betragen. Der Jugendstadtrat soll sich insgesamt aus maximal zehn Jugendlichen, das heißt zwei Jugendlichen pro Einrichtung (Gymnasium Burgstädt, Diesterwegschule Burgstädt - Oberschule, Schule "Am Taurastein", Berufliches Schulzentrum Döbeln-Mittweida, Don Bosco Jugend-Werk Sachsen) sowie fünf Stadträten zur Unterstützung zusammensetzen. Unmittelbar nach der Wahl werden die ersten Aufgaben des Jugendstadtrates darin bestehen, gemeinsam eine Geschäftsordnung für die künftige Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung zu erarbeiten und sich mit den ersten Themen zu befassen.