Die Kirche feiert ihren 150. Geburtstag

Historie Gotteshaus wurde 1862 bis 1865 gebaut - Festwoche anlässlich des Jubiläums

Die Kirmes, die heutzutage vielerorts vor allem für bunten Jahrmarkttrubel steht, hat genau wie viele andere Feste oder Feiertage einen kirchlichen Hintergrund. Mit ihr wird die Kirchweihe gefeiert und in Gersdorf gibt es in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum. Die Marienkirche, die mitten im Ort das wohl markanteste Bauwerk von Gersdorf ist, wurde vor 150 Jahren geweiht. Deshalb hat sich die evangelische Kirchgemeinde besonders ins Zeug gelegt und rund um das Jubiläum interessante Veranstaltungen organisiert.

In der Hessenmühle wurde am Freitag eine Ausstellung eröffnet, die sich dem Wirken des Architekten Carl August Schramm widmet. Er war von 1862 bis 1865 für den Bau der Marienkirche verantwortlich. Zuvor hatte es in Gersdorf ein kleineres Gotteshaus im Unterdorf gegeben. Zum Tag der Deutschen Einheit gibt es 10 Uhr eine Andacht in der Kirche. Am Montagabend ist Diplom-Restaurator Thomas Schmidt ab 19 Uhr in der Marienkirche mit dem Vortrag "Verborgene Schönheit" zu Gast und wird über die Sanierung berichten. Nach vielen Jahren mit teils aufwendigen Baumaßnahmen erstrahlt die Kirche zum Jubiläum im neuen Glanz. Vor allem die Gestaltung des Altarraumes ist etwas Besonderes. Am kommenden Dienstag, 14 bis 20 Uhr, können Besucher einen Blick in das geöffnete Gotteshaus werden. Das Gelenauer Marionettentheater ist am Donnerstag zum Familiennachmittags zu Gast. Los geht's um 16.30 Uhr. Zum Auftakt des Kirmeswochenendes startet der traditionelle Fackel- und Lampionumzug am Kirchweg. Hörenswerte Musik gibt es am Samstag, ab 16.30 Uhr. Dann erklingt in der Marienkirche das Oratorium "Der Messias" von Händel. Der Festgottesdienst zum Kirchweihjubiläum beginnt am Sonntag, den 11. Oktober, 9.30 Uhr. Im Anschluss dran findet im Festzelt am Volkspark ein Frühschoppen statt.