Die Kirche zu Claußnitz näher vorgestellt

Historie Ein Blick in die interessante Entwicklungsgeschichte des Gotteshauses - erstmals 1277 urkundlich erwähnt

Beim evangelisch-lutherischen Gotteshaus von Claußnitz handelt es sich um eine spätgotische Kirche, die noch einige Elemente der Romanik aufweist. Das sind beispielsweise das Südportal sowie der Aufbau des Gemeindeschiffes und des Chorraumes. Wie Experten übereinstimmend feststellten, erfolgte der Bau der Claußnitzer Kirche voraussichtlich um 1200. Die Claußnitzer Kirche war mit hoher Wahrscheinlichkeit Lehnkirche der Zschillener Probstei. Das Kloster Zschillen wurde durch Dedo von Wettin, einen Bruder des Marktgrafen von Meißen, Otto dem Reichen, 1168 gegründet. Die erste urkundliche Erwähnung des Claußnitzer Gotteshauses stammt von 1277. Claußnitz ist in der glücklichen Lage, dass die Kirchenbücher lückenlos bis 1567 zurück reichen. Die Reformation hielt in Claußnitz 1539 ihren Einzug. Zu gravierenden baulichen Veränderungen kam es im Inneren im Spätklassizismus, Mitte des 19. Jahrhunderts. Man vergrößerte die Fenster, erneuerte die Inneneinrichtung und erweiterte das Gebäude durch Treppen- und Logenanbauten. Umfangreiche Renovierungsarbeiten gab es 1951 im Innenraum. Vor der der 700-Jahr-Feier 1977 erhielten die Wände und Decken einen neuen Anstrich. Der Kirchturm wurde 1987 komplett renoviert und mit einer Turmkrone versehen. Aufwändige Sanierungsarbeiten wurden auch 2007/2008 und 2011 durchgeführt. Bereits 2003 erfolgte das Zurückbauen der Jehmlich-Orgel auf ihre ursprüngliche Stimmung von 1920.

Dieses bemerkenswerte Instrument verfügt über ein bespielbares Fern- oder Echowerk. Zurzeit wird das Erneuern der Glockenanlage vorbereitet. Die älteste Glocke stammt immerhin von 1569.