Die Kosten für Gebäude-Sicherungen steigen

Bau Wenn Gefahr droht, muss die Landkreisverwaltung eingreifen

Freiberg. 

Freiberg. Wenn von Gebäuden eine konkrete Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung ausgeht und der Eigentümer nicht reagiert, dann muss das Landratsamt im Rahmen der Bauaufsicht tätig werden. "Dies ist an große Hürden gebunden, da hier in Eigentum eingegriffen wird. Rund 210 bauliche Anlagen werden durch die Mitarbeiter gegenwärtig überprüft", erklärt der Leiter der Abteilung Verkehr und Bauen, Thomas Kranz.

Je nach Ergebnis dieser baufachlichen Begutachtungen werden die Eigentümer angehalten, aktiv zu werden und Gefahren abzuwenden. Tun sie das trotz Androhung von Zwangsmaßnahmen nicht, greift die Behörde ein. Dies wird dann als Ersatzvornahme bezeichnet, in diesem Jahr gibt es neun entsprechende Fälle. Abgeschlossen sind die Eingriffe beispielsweise in Mittweida und in der Reinsberger Straße in Großschirma. Geplant sind noch Eingriffe in der Unteren Schlossstraße in Augustusburg, in der Chemnitzer Straße in Frankenberg sowie in der Hauptstraße in Mulda.

"Die Maßnahmen reichen von der Einzäunung des Grundstücks bis hin zum kompletten Abbruch. Wir handeln so, dass die unmittelbare Gefahr gebannt ist", so Kranz weiter. Die Kosten stelle man den Eigentümern in Rechnung. Auf Grund der Dinglichkeit sind drei weitere Maßnahmen in 2018 erforderlich, die benötigten Mittel in Höhe von 350.000 Euro gab der Ausschuss für Umwelt und Technik nun frei. So muss unter anderem im Brauereiweg in Sayda gehandelt werden. Im vergangenen Jahr lagen die Kosten für Ersatzvornahmen bei rund 654.000 Euro, in diesem Jahr nach jetzigen Stand bei rund 800.000 Euro.