Die Masern sind wieder im Landkreis

Vorsorge Impfungen sind der beste Schutz

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Foto: Dutko/Getty Images/iStockphoto

Region. In Mittelsachsen sind zwei Masernerkrankung nachgewiesen worden. Es handelt es sich dabei um ungeimpfte erwachsene Personen aus dem Altkreis Freiberg sowie aus dem Altkreis Mittweida. Der Nachweis steht im Zusammenhang mit der Erkrankung von mehreren Kindern an einer Chemnitzer Schule in freier Trägerschaft, bei den nun erkrankten Personen handelt es sich um Kontaktpersonen der Einrichtung.

Sächsisches Herdbekämpfungsprogramm Masern

Das Gesundheitsamt Mittelsachsen hat Maßnahmen ergriffen nach dem Sächsischen Herdbekämpfungsprogramm Masern. So werden jetzt wiederum Kontaktpersonen ermittelt, der Impfstatus geprüft und Untersuchungen angeordnet. Die letzten Masernerkrankungen im Landkreis Mittelsachsen traten im Jahr 2015 auf. Es handelte sich bei den Erkrankten um fünf Geschwisterkinder. Alle Erkrankten waren nicht geimpft. 2014 gab es keinen Fall und 2013 insgesamt 27 Fälle.

Die Masernerkrankung gehört zu den ansteckendsten Erkrankungen, die nur beim Menschen vorkommt und durch Tröpfchen beim Husten, Niesen und Sprechen oder durch direkten Kontakt mit Erkrankten übertragen wird. Krankheitszeichen können hohes Fieber, Schnupfen, Husten und Bindehautentzündung sein. Nach drei bis vier Tagen zeigt sich ein grobfleckiger Hautausschlag, der typischerweise hinter den Ohren beginnt und sich innerhalb von 24 Stunden über den Körper ausbreitet. An der Wangenschleimhaut können weißliche, ein bis zwei Millimeter große, sogenannte Koplik- Flecken sichtbar werden.

Masern können sogar tödlich enden

Als Komplikationen können Lungenentzündung, Mittelohrentzündung oder die in zirka 30 Prozent tödlich verlaufende oder zu bleibender Behinderung führende Hirnentzündung auftreten. Nach Angaben des Robert- Koch- Instituts ist das Risiko schwer verlaufender Komplikationen bei Kindern unter 5 Jahren und bei Erwachsenen über 20 Jahren am höchsten. Schutzimpfungen gehören zu den wirksamsten und sichersten Vorsorgemaßnahmen der Krankheitsverhütung.

Die Sächsische Impfkommission empfiehlt eine Masernimpfung in Kombination mit einer Mumps- und Röteln-Impfung (MMR): die erste Impfung ab dem 13. Lebensmonat, die zweite Impfung ab dem 6. Lebensjahr. Es gibt keine Altersbegrenzung für die Masern-Impfung.