Die Präsentation als wiederkehrender Kraftakt

Jubiläum Verein der Turmgelarie begeht 20-jähriges Bestehen mit einer Gemeinschaftsausstellung

Augustusburg. 

Augustusburg. Ein Euro Eintritt am Drehkreuz und einige Treppen trennen den Besucher von der Kunst. Uwe Schwarz weiß, dass es mehr als 130 Stufen sind. Vor 20 Jahren gründete sich der gleichnamige Verein und übernahm die seit 1989 bestehende Turmgalerie im Lindenhaus des Schlosses, und von Beginn an ist der Augustusburger Vereinsvorsitzender. Seit geraumer Zeit schon spielt er mit dem Gedanken aufzuhören mit den Ausstellungen. Skulpturen, Keramiken oder andere Objekte hinauf zu schleppen fällt immer schwerer und es sind nur wenige, die mittun.

Nun fehlen diese in der Gemeinschaftsausstellung, mit der das Jubiläum begangen wird. Man trifft dennoch viele Bekannte, beziehungsweise deren Werke. Der Rundgang führt von Rafael Gamez, zu Cornelia Zabinski und Günter Wentz, von Uwe Schwarz, Günther Wittwer und Simone Mende zu Barbara Graupner und Harald Helmich und über Rolf Büttner und Lichtblau bis zu Christine Werzner. Ab August werden es andere Namen sein. Dann kommen die Werke weiterer Vereinsmitglieder zu der gebührenden Ehre.

Regionale und Internationale Künstler:innen

Diese Künstler sind alle in der Region zuhause; die 150 Ausstellungen in zwei Jahrzehnten aber präsentierten Kunst aus ganz Deutschland und darüber hinaus. Aus Italien, Frankreich, Ungarn etwa oder die Arbeiten der kubanischen Freunde, die vor sechs Jahren beim Utopia-Projekt für unvergessliche Tage von der Volkskunstschule Oederan über Halsbrücke bis in die Turmgalerie Augustusburg sorgten. Es wäre ein Jammer, könnten sich Uwe Schwarz und die anderen Turmgaleristen samt ihrer und der Arbeiten anderer Künstler nicht mehr den Treppen im Lindenhaus hinan schleppen, um fortzusetzen, was vor 20 Jahren begann.

Und weil zum Aufhören auch später Zeit ist, kündigte Uwe Schwarz gerade die nächste Personalausstellung an: Ab 12. September wird Johanna Kieling, die seit kurzem in Grünberg lebt, einige ihrer Arbeiten zeigen.