Die Rückkehr der alten Kennzeichen

Umfrage Politiker und Initiativen begrüßen Wiedereinführung der Heimat-Symbole

Dieter Greysinger, Bürgermeister von Hainichen

Die Tatsache, dass "HC" wieder bei Neuzulassungen verwendet werden kann, ist eine sehr schöne Sache. Denn das kleine Symbol ist nicht nur eine kostenlose Werbung für Hainichen, sondern gibt den Bürgern auch die Möglichkeit mit Stolz zu zeigen, wo sie eigentlich herkommen. Gerade in Hinblick auf das Gellert-Jahr in 2015 ist der Werbeeffekt nicht zu unterschätzen.

Kerstin Arndt, Oberbürgermeisterin von Rochlitz

Mit der Wiedereinführung alter Kfz-Kennzeichen erfüllt sich für viele Bürger in und um Rochlitz ein großer Wunsch. In der Stadtverwaltung wurde damals recht kontrovers diskutiert, ob es Sinn macht, dass ehemalige Symbole wie das "RL" zurückkehren sollten. Denn dafür hätten wir eine Zulassungsstelle schaffen müssen, die sicher mit hohen Kosten verbunden gewesen wäre.

Sven Krause, Sprecher der "Initiative Pro RL"

Wir hatten ganze zwei Jahre für die Wiedereinführung des ehemaligen Kennzeichens "RL" gekämpft und dafür weit mehr als 1.300 Unterschriften in der Bevölkerung gesammelt. Dass das Symbol wieder verwendet werden kann, ist eine wirkliche tolle Sache, auch wenn es wichtigere Dinge gibt. Allerdings ist damit wieder ein Stück regionale Identität zurückgekehrt.

Ralf Schreiber, Beigeordneter der Stadt Mittweida

Ich bin sehr zufrieden, dass man seitens der Politik, dem Bürgerwunsch nachkam, über das regionale Kfz-Kennzeichen selbst zu entscheiden. Nicht zuletzt auch deswegen, weil es für viele Autofahrer die Heimatverbundenheit symbolisiert. Das Thema bewegte auch die Bürger in Mittweida. Von 288 befragten Frauen und Männern sprachen sich damals 98 Prozent für "MW" aus.

Roland Werner, Sächsischer Staatssekretär für Verkehr

Dass die alten Kennzeichen nun ans Fahrzeug zurückkehren, ist vor allem den Bürgermeistern in den sächsischen Kommunen zu verdanken. Denn die Diskussion über die Wiedereinführung der ehemaligen Heimatkennzeichen war im Freistaat wesentlich größer als in Städten anderer Bundesländer, die sich ebenfalls für die lokale Identität am Fahrzeug stark machten. rh