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Die Situation ist prekär

Krankenhaus Frankenbergs Bürgermeister stellt die Sinnfrage

Frankenberg. 

War es Zustimmung oder schon Hoffnungslosigkeit, die die Frankenberger Stadträte bewegte, nachdem Bürgermeister Thomas Firmenich seine Einschätzung der Situation bezüglich der Umwandlung des früheren Krankenhauses in ein Gesundheitszentrum gegeben hatte? Das Stadtoberhaupt nahm jedenfalls wie schon zur letzten Demonstration auf dem Markt auch in der Sitzung des Stadtrates am Mittwoch kein Blatt vor den Mund: "Die Situation ist so prekär, dass man damit nicht hinter den Berg halten muss. Es stellt sich die Frage, macht das Engagement der Stadt überhaupt noch Sinn?" Das Konzept der Stadt sieht die Einrichtung einer inneren Station vor, was durch die Zusage der Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH (LMK), die 36 Betten einrichten will, gewährleistet sei.

Von einer 24 Stunden besetzten Notfallambulanz habe man sich inzwischen schon verabschiedet, sähe aber durchaus Wege für eine Notfallpraxis, so der Bürgermeister. Eine Lösung für die chirurgischer Versorgung sei nach der jüngsten Mitteilung des Geschäftsführers der LMK allerdings in weite Ferne gerückt, da diese keine Belegbetten für den Chirurgen, der aus Berlin nach Frankenberg kommen will, zur Verfügung stellt. "Ich kann den Geschäftsführer nicht verstehen und auch sachlich ist diese Entscheidung nicht zu begründen", meinte Thomas Firmenich. Zumal die LMK mit den Betten Geld verdiene. Und es stelle sich die Frage: "Ist das Management der LMK noch seriös, kann man sich mit ihm überhaupt noch einlassen?"

Nachdem die Stadt bereits 83.000 Euro in Gutachten für das Konzept gesteckt habe, sei es nun an der Zeit innezuhalten. "Wir müssen endlich wissen, was die LMK will."