Die Sorgen der älteren Generation?

Premiere Lutz Hübners "Blütenträume" jetzt in Freiberg und bald in Döbeln

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Proben fürs "Speed Dating": Julia (Anna Bittner) und Friedrich (Andreas Pannach), im Hintergrund Kursleiter Jan (Ralph Sählbrandt, stehend) und weitere Kursteilnehmer. Foto: Theater/Matthias Wolf

Freiberg. Eine Premiere startete am Samstag im Theater Freiberg um 19.30 Uhr mit "Blütenträume". Mit Lutz Hübners Stück über Chancen und Lebensentwürfe einer älteren Generation, die ihr Arbeitsleben bewältigt hat und nun vor den Herausforderungen der nächsten Lebensphase steht, startet das Mittelsächsische Theater sein zweiteiliges Projekt "Spielraum Gegenwart".

Der Autor wendet sich einem brisanten und komplexen Thema zu: Welchen Gestaltungsraum hat die ältere Generation, wie viel Aufmerksamkeit erfährt sie in der Gesellschaft? In einem "Flirtkurs" der Volkshochschule für die Generation 55+ treffen acht Menschen aufeinander und auf einen Kursleiter, der ihnen aus der Isolation in Gesellschaft und privatem Umfeld heraushelfen soll. Mit viel Gespür für gesellschaftlich aktuelle Themen hat Lutz Hübner in "Blütenträume" einen wichtigen Stoff aufgegriffen: die Partnersuche alleinstehender Menschen in der heutigen, schnelllebigen Zeit. Er zeichnet seine alternden Flirtschüler als Menschen, die alle eine Menge Erfahrungen mit sich herumtragen und zaghaft den Schritt ins Unbekannte wagen, weil sie sich zu jung fühlen, um nur noch Enten zu füttern. Die Premiere im Theater Döbeln findet am 26. Mai statt.

"Die verkaufte Braut" am 8. Mai

Indes steht die letzte Vorstellung von "Die verkaufte Braut" am 8. Mai um 14.30 Uhr auf dem Freiberger Theaterspielplan. Dreizehn Mal seit Beginn der Spielzeit hat Hans seine Braut verkauft - und die Geliebte nach trickreicher Überwindung aller Widerstände am Ende doch selbst geheiratet. Und noch ein Tipp für die jüngsten Theaterfreunde: Kinder ab vier Jahren und deren Angehörige sind an diesem Sonntag 11 Uhr herzlich eingeladen zum "Theaterfloh". Floh-Chefin Kathrin Steinert plaudert mit Regieassistentin Anna Reupke und den Schauspielern Almut Buchwald und Robert Kapelle, die ihre Arbeit am Beispiel der Aufführung "Hase und Igel" vorstellen.