Die Spitzenkandidaten der SPD stehen fest

Konferenz Daniela Kolbe bekommt den ersten Listenplatz

Daniela Kolbe, Generalsekretärin der sächsischen SPD, wurde mit 88,6 Prozent der Stimmen zur Spitzenkandidatin für den Bundestagswahlkampf gewählt. Foto: Wieland Josch

Freiberg. Der Bundestagswahlkampf in Deutschland ist in vollem Gange. Spätestens seit Martin Schulz für die SPD in den Ring gestiegen ist, wurde deutlich, dass es diesmal wohl deutlich spannender und knapper zugehen dürfte als in der Vergangenheit.

Mit diesem optimistisch stimmenden Hintergrund hielten die sächsischen Genossen am vergangenen Wochenende im mittelsächsischen Nossen ihre Landeswahlkonferenz ab, bei der die Listenplätze für die einzelnen Kandidaten vergeben wurden.

Der Kampf um die Listenplätze

Angetreten ist auch wieder die Freibergerin Simone Raatz, die seit 2013 im Bundestag sitzt. Zur letzten Wahl hatte sie Listenplatz 2 erhalten. Diesmal sah es etwas anders aus. Mit Daniela Kolbe stand die Spitzenkandidatin auf Platz 1 fest. Sie holte 88,6 Prozent der Stimmen. Platz 2 erhielt mit Thomas Jurk der Spitzenkandidat der letzten Wahl.

Die Meißenerin Susann Rüthrich machte Simone Raatz Platz 3 erfolgreich streitig, erhielt allerdings nur 77,6 Prozent. Raatz selbst musste mit Platz 5 vorlieb nehmen, doch konnte sie mit 97,5 Prozent das beste Ergebnis von allen Kandidaten einfahren. "Ich freue mich sehr über die Unterstützung meiner Partei und gehe damit motiviert in einen spannenden Wahlkampf für mehr Gerechtigkeit in unserem Land", sagte Simone Raatz im Anschluss.

"Für mehr Gerechtigkeit in unserem Land"

Der verlorene Kampf um Platz 3 und die Enttäuschung darüber waren bald verflogen. Vielmehr wandte sie sich gleich den Wahlkampfthemen zu. "Deutschland ist wirtschaftlich erfolgreich", sagte Raatz. "Die Gewinne daraus kommen aber hauptsächlich bei den oberen 10 Prozent der Gesellschaft an." Sie wolle an einer gerechteren Verteilung mitwirken.

Auch sind ihr die Themen Forschung und Bildung, bei denen sie in den vergangenen Jahren im Bundestag eine Rolle spielte, weiterhin wichtig. "In der nächsten Legislaturperiode werden wir endlich eine grundsätzliche und nachhaltige BAföG-Reform angehen", versicherte die studierte Chemikerin, die lange Zeit an der TU Bergakademie Freiberg arbeitete. "Die Zeit ist reif für eine Ausbildungsförderung, die mehr als das Nötigste abdeckt." Die Bundestagswahl findet am Sonntag, den 24. September 2017 statt.