Die Wanderwege der Region im Fokus

vandalismus Routen der Region Kriebstein/Mittweida oft im Visier von Rowdys

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Foto: Free-Photos/Pixabay

Kriebstein/Mittweida. In der öffentlichen Diskussion um das Wanderwegenetz der Region Talsperre Kriebstein/Mittweida gab es in den vergangenen Wochen einige Dinge, die so nicht stimmen. Um das richtig zu stellen, äußerte sich dazu Oberbürgermeister Ralf Schreiber (CDU). Es sei der Eindruck entstanden, dass die Stadtverwaltung die umfangreiche Arbeit den ehrenamtlich arbeitenden Wegewarten überlässt, diese nicht sachgerecht unterstütze und sich mit dem Gedanken trage, das Wegenetz zu verkleinern.

Zerstörungen nehmen zu

Vorher hatten sich die Mitglieder des Stadtrates im städtischen Schul-, Kultur-, Sport- und Sozialausschuss bereits über die Arbeit der Wegewarte informieren lassen. Dabei kam unter anderem zur Sprache, dass es massive Zerstörungen gebe, die regelmäßig festgestellt würden. Diese würden sich von denen unterscheiden, die durch Wanderer oder das Bewirtschaften von Waldflächen verursacht werden. Die Wegewarte berichteten dabei über eine Zunahme der mutwilligen Zerstörungen, wie Geländer abtreten, Hinweisschilder entfernen oder in falsche Richtung zeigend wieder angebrachte, Wanderhütten zerstören und weitere Beschädigungen.

Jeder sollte auf unsere Wälder achten

Insbesondere vor dem Männertag werden bereits jährlich diese Schilder abmontiert und nach dem Tag wieder angebracht, um damit potenziellen Beschädigungen vorzubeugen. Bei Schäden an Waldflächen sind es meist in Privatbesitz befindliche, die durch das Bewirtschaften mit schwerer Rücketechnik in Mitleidenschaft gezogen werden. Dabei sind nicht nur die Waldflächen, sondern insbesondere die Wanderwege betroffen. "Da wir leider keine gesetzliche Handhabe gegen den jeweiligen Grundstückseigentümer haben, können wir ihn nur bitten, den vorherigen Zustand wieder herzustellen", sagte Schreiber zu diesem Thema. "Hier sind wir gemeinsam mit dem Zweckverband Kriebsteintalsperre, dem Forst und mit den zahlreichen Eigentümern im regelmäßigen Kontakt, um die Begehbarkeit dauerhaft zu gewährleisten", ergänzte der Oberbürgermeister.

Grundsätzlich sollten alle Bewohner der Region an intakten Wanderwegen interessiert sein. Prinzipiell ist zu bemerken, dass das Betreten des Waldes juristisch ein allgemeines Risiko für den Nutzer darstellt, denn Gefahren des Waldes können und müssen nicht beseitigt werden.