Die wechselvolle Geschichte der Villa Gückelsberg

Haus Gebäude erlebt 600. Trauung

Flöha. 

Flöha. Der 10. August ist ein besonderer Tag in der Geschichte der Villa Gückelsberg. Denn am vergangenen Samstag fand in dem historischen Gebäude am Flöha-Ufer die 600. Hochzeit statt. Seit nunmehr 11 Jahren besteht in dem Haus in Flöha die Möglichkeit, den Bund fürs Leben zu schließen. Besonders beliebt seien dabei auch die Trauungen unter freiem Himmel, die seit 2014 vollzogen werden können.

"Die Brautpaare nehmen die Möglichkeit zur Trauung im Freien sehr gerne an", sagt die Flöhaer Standesbeamtin Martina Hartwig, die alle 600 Trauungen in der Villa selbst durchgeführt hat. Die Villa wurde ursprünglich gegen 1870 auf Initiative des Baumwollspinnereibesitzters Ferdinand Richard Heymann errichtet. 1884 erfolgte eine Erweiterung des Baus, an den ein großer Park grenzt. Bis Ende des 2. Weltkrieges lebten in dem Haus Mitglieder der Fabrikantenfamilien, die Nutzung als Wohnraum endete schließlich 1961.

Anschließend zog dort die Kinderkrippe der Baumwollspinnerei Flöha ein. Ab 2005 packte Unternehmerin Sylva-Michelle Sternkopf die Sanierung des Bauwerks an und siedelte im Haus nicht nur Gewerbe an , sondern schuf auch wieder Wohnraum.