Die Welt des Bergmanns als Schwibbogen

Ausstellung Volkskunst im Erzgebirge

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Über 100 Schwibbogen sind im Museum Oederan zu sehen, darunter sehr detailreiche von Jens Appelt aus Hartmannsdorf. Foto: Ulli Schubert

Oederan. Exakt 105 Schwibbögen von 48 Ausstellern sind in der diesjährigen Weihnachtsausstellung im Oederaner Museum zu sehen. Die Leihgeber kommen aus der Region zwischen Brand-Erbisdorf und Hartmannsdorf bei Zwickau. "Bergleute, Schnitzer und Klöpplerin waren als die drei Hauterwerbszweige der erzgebirgischen Landbevölkerung bereits auf den ersten Schwibbögen zu sehen. Und natürlich christliche Motive. Zu denen gehörte auch der Sündenfall, der heute aber kaum noch dargestellt wird", erklärt Museumsleiterin Ramona Metzler. Man kann neben zahlreichen geschnitzten oder auch geklöppelten Schwibbögen sogar gestrickte finden.

Zu den ungewöhnlichsten Schwibbögen gehört sicher der von Klaus Penzkofer. Den Schwibbogen hat er mit der Kettensäge aus Holz gesägt. "Die Idee hatte ich, nachdem ich mit dem Holzbildhauer Paul Brockhage zusammengearbeitet hatte. Wichtig waren mir die Naturkerzen. Die passenden Kerzenhalter zu finden, war schon fast das komplizierteste", meint der Oederaner schmunzelnd. Wie auch immer man die Exponate beurteilen mag, von der Vielfalt und dem Einfallsreichtum des Schaffens der erzgebirgischen Volkskünstler und Bastler zeugt die Ausstellung im Oederaner Museum auf beeindruckende Weise. Besucht werden kann die Schau ab nächster Woche dienstags bis sonntags von 12 bis 17 Uhr.