Die Zukunft beginnt im Silicon Valley

Wirtschaft Sächsischer Landtag baut Beziehungen zur USA aus

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Steve Johannes Ittershagen (5. v. r.) mit der Delegation zu Besuch bei dem Start-Up-Unternehmen Lucid Motors in San Francisco. Foto: Wagener/Sächs.Landtag

Freiberg. Bis ins kalifornische Silicon Valley führte eine Reise, die eine Delegation des Sächsischen Landtages machte, an welcher der Freiberger Abgeordnete Steve Johannes Ittershagen teilnahm. Vom 4. bis 12. März war die CDU-Fraktion in den USA unterwegs, um bei zahlreichen Gesprächen und Firmenbesichtigungen die engen Verbindungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Freistaat weiter zu beleben.

"Fakt ist, die USA ist und bleibt ein wichtiger wirtschafts- und sicherheitspolitischer Partner", so Ittershagen. Man hoffe, dass die isolationistischen Bestrebungen des neuen Präsidenten Donald Trump nicht in der verkündeten Härte umgesetzt werden. In Washington D. C. kam man mit Vertretern des Kongresses zusammen, wo die wichtige Rolle Deutschlands als Partner bekräftigt wurde.

Weiter ging die Reise nach San Francisco, wo bei einem Besuch von Firmen im Silicon Valley Themen wie Industrie 4.0, Elektromobilität, Internet der Dinge, Vernetzung von Produktabläufen sowie neue Wege bei Personentransporten wesentlich waren.

"Wir stehen perspektivisch vor enormen Herausforderungen, besonders auf dem Arbeitsmarkt", resümiert Steve Johannes Ittershagen. "Die digitale Verknüpfung von Arbeitsprozessen wird viele Arbeitsplätze in ihrer bisherigen Form entbehrlich machen. Hier gilt es als Politik, die Ängste der Menschen zu nehmen und Vorsorge zu treffen."

Anregungen gab es zuhauf, etwa bei Lucid Motors, einem Start-Up-Unternehmen, welches sich dem Bau von Elektro-Autos widmet. Nicht wenige Menschen vor Ort sind Deutsche. "Die deutsche Community im Silicon Valley besteht aus etwa 60.000 Leuten", so Ittershagen. "Die könnten wir in Sachsen auch gut gebrauchen, doch müssen wir dafür künftig das entsprechende positive Umfeld schaffen und teilweise auch unsere eigene Mentalität verändern."

Als Beispiel führt der Freiberger an, dass in den USA viel Geld in Start-Ups investiert wird, auch wenn ein mögliches Scheitern der zugrundeliegenden Idee möglich ist. In Deutschland müsse immer alles niet- und nagelfest, vollumfänglich geprüft und fertig sein, bevor überhaupt ein Cent fließe. Dabei bleibe zu viel Forschungs- und Entwicklungs-Know-How auf der Strecke oder wandere gleich ganz ab.